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CloneDisc: Klonen politisch korrekt  Raik Fischer 5. 1. 2014
Auswahl von Quelle und Ziel

Die ersten Berührungen hatte ich mit CloneDisc als ich mir NutPi zulegte und im Zuge meiner Pandoradistro auf dem Raspberry Pi einige Karten kopierte. Die damalige Wärmeentwicklung war der Grund mein TEKBERRY auch oben mit Lüftungslöchern zu versehen. Zwischenzeitlich habe ich viele Kopieraktionen unter Linux via dd getan, Zeitverschwendung wie ich während der Vorarbeit zu diesem Artikel feststellen durfte. ;-) Inzwischen besitze ich CloneDisc als Vollversion und läuft so nicht nur auf den Raspberry Pi.

Aller Anfang ist einfach
CloneDisc erzeugt in erster Linie Abbilder von Datenträgern unter RISC OS. Unterstützte Formate sind die FileCore-Formate vom Archimedes bis heute und FAT 12, 16, 32. Andere Medien können problemlos kopiert werden aber das Format wird im CloneDisc-Fenster nicht korrekt angezeigt. Zusätzlich ist es möglich Imagedateien zu sichern und zurückzuschreiben, auch solche aus anderen Quellen wie die RPi Distro, und Karten komplett mit Nullen zu überschreiben und somit sicher zu löschen. Startet man CloneDisc muss man die Quelle (Source) und das Ziel (Destination) wählen und mit Start den Vorgang starten. Unter Customise kann man Parameter verändern, wenn man weiß was man tut. Disc clone in progress zeigt den Fortschritt. Meine aktuellen Tests liefen auf der Pandora. Einfach für mich, weil zwei SD-Slots ... Die Pandora kann in meiner Tasche arbeiten während ich arbeite. ;-) Beeindruckend für mich war die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Ich nutzte 64 GB Class 10 Karten - wenn schon denn schon. Gelesen wurde mit 16-17 MB/s, geschrieben via USB-Cardreader mit mehr als 12 MB/s und via SDFS mit etwas mehr als 15 MB/s! Zum Vergleich wird unter Angsröm Linux auf der Pandora mit dd nur mit zirka 3-3,5 MB/s geschrieben. Deshalb Zeitverschwendung. Im Zeitvergleich ist CloneDisc auf der Pandora unter RISC OS zirka 4x schneller als dd unter Angström. Gemessen mit den selben Karten im selben Slot. Ich habe tatsächlich die Zeit beobachtet! Um einen Vergleich machen zu können, habe ich die 2 GB NutPi-Karte mehrfach als Image gesichert. Quelle war immer der USB-Kartenleser, Ziel die interne microSD. Die Geschwindigkeiten sind auf allen Systemen vergleichbar gut. Streuungen ergeben sich unter anderem aus den verwendeten Karten.

Rechner/Board:Geschwindigkeit in MB/s
Pandora RISC OSLesen und Schreiben: 10
Pandora AngströmLesen und Schreiben: 3,2
Raspberry Pi Modell ALesen: knapp 10, Schreiben: knapp 8
BeagleBoard-xM (nicht BIK, ARMini)Lesen und Schreiben: knapp 10

Die NutPi-Karte ist nicht sehr schnell. Eine Class 4 aus meinem Fotoapparat wird auf allen System mit dem selben Kartenleser mit mehr als 12 MB/s gelesen.

Ergänzendes
CloneDisc erkennt natürlich wenn das Ziel kleiner ist als die Quelle und meckert. Man kann den Vorgang trotzdem starten, ähnlich wie bei dd unter Linux. Ich hatte keine Probleme bei Karten gleicher Grösse, wenn die Quelle nicht voll und das Ziel nur geringfügig kleiner war. Die Erstellung von Imagedateien ist durch RISC OS limitiert auf 4 GB [Anm. cms: 4 GB gelten ab RISC OS 5.20, ältere RISC OS Versionen inklusive RISC OS 6 können nur mit Dateien umgehen die maximal 2 GB groß sind]. Ich habe eine halbvolle 16 GB Karte in ein SparkFS-Verzeichnis (zip/deflate) gesichert. Das Archive war knapp unter 4 GB. Auch das Rückschreiben ging problemlos aber nur mit knapp 10 MB/s.

Und sonst so?
Fortschritt beim Kopieren Ich habe mir angewöhnt von frisch erstellten Datenträgern ein Backup zu machen. Hier lohnt es sich im Vorfeld alte Karten mit Nullen zu überschreiben und erst dann das Dateisystem zu erstellen. Grund ist, das beim Löschen die Inhalte erhalten bleiben und CloneDisc, wie auch dd, die Reste mit kopiert. Bei ungepackten Images ist das egal aber bei gepackten Images macht das einen grossen Unterschied. Meine ungesäuberte 2 GB Karte wird gepackt 1 GB groß, meine gesäuberte 4 GB Karte mit gleichem sichtbaren Inhalt nur 500 MB.

Ich habe in den letzten Jahren einiges an Karten genutzt und auch verschlissen. Dabei habe ich mit Patriot und Samsung Karten durchweg gute Erfahrungen gemacht. Die von Transcent sind auch problemlos aber nicht ganz so schnell. Von ScanDisc, Platinum, Hama, Verbatim, Adata Karten rate ich inzwischen ab. Die halten zum einen selten was sie versprechen (SD und microSD). Entweder funktionierten die nach einiger Zeit nicht mehr, weder lesend noch schreibend, oder das Plaste bröselte einfach auseinander und die Karten zerfallen. Zufall oder nicht, alle Schrottkarten sind Made in China, die guten Made in Korea.

Fazit
Schnelles Clone-Tool zum Erstellen von Kopien/Abbildern von Datenträgern. Nur durch die RISC OS Dateigrenze von 4 GB begrenzt. SparkFS hilft etwas aber bei 4 GB Archivgrösse ist auch hier Schluss. Beeindruckend ist die Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Gut angelegtes Geld.

Dieser Artikel wurde ursprünglich in der GAG News 130 veröffentlicht.

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