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Shared Source RISC OS

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Castle Technology Ltd und RISC OS Open Ltd (ROOL) habe nun offiziell bekanntgegeben Teile von RISC OS im Quellkode freizugeben. Beide Firmen erhoffen sich mit diesen Schritt mehr Benutzer und Entwickler RISC OS näher zubringen. RISC OS Open Ltd wird dabei den Quellkode verwalten und agiert als Non-Profit-Organisation und hoft auf Spenden.

Einen Lizenztext des shared source RISC OS liegt noch nicht vor. Soweit bekanntgegeben handelt es sich dabei um eine duale Lizenz. Der eine Teil der Lizenz wird "Frei von Auflagen" (free of charge) genannt und erlaubt das Herunterladen, Ändern und Publizieren. Dabei darf die Software kein kommerzielles Produkt sein und der Quellkode muß veröffentlicht werden. Der Quellkode bleibt Eigentum von Castle und die Lizenz kann nicht geändert werden. Der andere Teil der Lizenz erlaubt die kommerzielle Nutzung. Dabei muß eine kleine Gebühr entrichtet werden und der Quellkode muß nicht veröffentlicht werden. Natürlich wird bei beiden Lizenzteilen bevorzugt, daß die Änderungen zurückzugeben werden und so der Allgemeinheit zur Verfügung zu stehen wird.

Die ersten Teile, die freigeben werden sollen sind die RISC OS Entwicklungsumgebung, die Shared C Library, Anwendungen wie Paint, Edit, Draw, Unicode und Configure incl. den Plugins, den Browser Browse bzw. dessen Weiterentwicklung Phoenix, den USB Druckermanager, einige Screensaver und einige Module für Entwickler. Weitere Teile sollen nach und nach folgen. Nicht ganz klar ist, ob sämtliche Quellen von RISC OS freigegeben werden.

Weitere Infos bei ROOL.

cms, 30. 09. 2006, 10:36 Uhr <   >
Hem, scheint das gleiche zu sein, wie es MS mit ihrer Sharedsource-Lizenz macht. Auch Qt von Trolltech hat sowas. Nur sehe ich hier bei RISC OS ein Defizit: das eigentliche Betriebssystem (z.B. Kernel) sind nicht Opensource. Es sind eher die Tools für Entwickler und Endbenutzer. Ist meiner Meinung nach keine große Hilfe um RISC OS auf die Sprünge zu helfen.
Artchi, 30. 09. 2006, 12:17 Link
Die Intention ist klar die, das komplette RISC OS als Shared Source zur Verfügung zu stellen, inklusive der Low-Level-Teile. Nur wird das sinnvollerweise stufenweise geschehen - hoffentlich geht das zügig voran.

Viel wichtiger erscheint mir aber, dass das Lizenzmodell an sich geändert wird. Bisher war eine RISC OS-Lizenz bei kleinen Stückzahlen extrem teuer - den Aussagen nach zu schließen wird sich das gravierend ändern.

Für mich die wichtigste Konsequenz: Portierungen auf andere ARM-Systeme sind nun im Bereich des Möglichen für den "Hobbyisten" und nicht nur im Rahmen eines größeren kommerziellen Projekts mit all seinen Unwägbarkeiten (siehe RON, RiscStation Laptop etc.). Fangt schon mal an, PDA-Software zu programmieren ;-)
hubersn, 30. 09. 2006, 18:55 Link
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