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10 Jahre Niedergang

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Heute vor 10 Jahren postete Goetz Kohlberg folgenden Mitteilung von Acorn ins ArcSite Forum:

The purpose of this letter is to make you aware of the changes we have
announced today regarding Acorn's desktop product range and its sales and
support functions.

We have today announced that although Acorn will continue to supply existing
product ranges, including Risc PC, A7000+ and NCs, we have reluctantly
decided to cancel the proposed Risc PC 2 / Phoebe product development and we
will be refunding any deposits taken for Phoebe in full.

As a result of this decision, we have postponed Acorn World, originally
planned for 16th-18th October 1998 inclusive. This event could be replanned
later on a smaller scale but no decisions have been taken. We will be
refunding any deposits taken for the show in full.
[...]


Dies war nicht nur das Todesurteil von Phoebe alias Risc PC 2 selbst, sondern auch das von Acorn selbst. In der Folge wurde RISC OS und einiges mehr an Pace verkauft. Pace gab der neugegründeten RISCOS Ltd. die Lizenz für RISC OS 4 incl. dessen Weiterentwicklung. Ohne Acorn wurden dann von RiscStation und Microdigital A7000 Klone gebaut. Die Versuche mit Imago und Omega einen Nachfolger des Risc PCs auf die Beine zu stellen sind mehr oder weniger gescheitert. Erst mit dem IYONIX pc gab es einen Nachfolger. Leider ist es dabei zu eine Spaltung von RISC OS 4 alias Select alias RISC OS 6 und RISC OS 5 gekommen. In den letzten zehn Jahren sind immer mehr Benutzer von Acorn Rechnern auf andere Betriebssyteme umgestiegen und RISC OS wurde auch in England immer mehr zu einen exotischen System mit einer Handvoll Benutzern. Castle, inzwischen im Besitz von RISC OS, hat dann über RISC OS Open Ltd. angefangen RISC OS 5 nach und nach als Open Source zu veröffentlichen. Ob dieser Schritt die Abwanderung aufhalten oder gar umkehren kann muß abgewartet werden. Die Freigabe des Quellkodes ist aber ein Zeichen, daß sich die kommerzielle Weiterentwicklung für Castle nicht lohnt. Auf alle Fälle besteht so die Chance das es mit einen vollständigen offen RISC OS 5, das vermutlich spätestens zu Wakefield 2009 vorliegt, zu Portierungen auf mobilen Geräten kommt und evtl. dann ein paar Anhänger mehr zu RISC OS finden bzw. zurückkehren. Auch Portierungen auf embedded Geräten, ähnlich dem A9home, sind denkbar. Sicherlich werden trotz aller Wiedrigkeiten einige weiterhin RISC OS die Stangen halten.

cms, 17. 09. 2008, 14:45 Uhr <   >
Hallo zusammen!

"Die Stangen halten" ist sicherlich die richtige Bezeichnung. Wenn man quasi unter RISC OS groß geworden ist, sich tiefe Kenntnisse in diesem Betriebssystem angeschafft hat und große Stücke auf so mächtige Programme wie Impression, Ovation Pro, ArtWorks, Photodesk u.a. hält, schaut man auch gar nicht so recht hin, was der Markt noch so bereit hält. Aber es wird von Jahr zu Jahr schwerer "nicht hin zu schauen".

Die Anforderungen an das "familäre Rechenzentrum" steigen. An immer mehr Stellen bröckelt der Glanz von RISC OS. Ich merke das im Moment wieder verstärkt bei der Bildbearbeitung. Habe ich schon vor zwei drei Jahren das Auslesen/Sortieren meiner immer größer werdenden Bilder auf den PC verlagert, so fängt das langsam auch bei der Bildbearbeitung an. Es ist natürlich angenehm, Bilder in Photodesk aufzubereiten und dann gleich in Ovation Pro zu einem netten Arrangement weiter zu verarbeiten (Drag & Drop). Aber in Anbetracht der Möglichkeiten und der Geschwindigkeit von Photoshop auf dem PC kommt bei mir doch immer öfter der Griff zum anderen System. Sobald ich Photoshop auch so intuitiv nutzen kann wie Photodesk, wird ein weiterer Pfeiler des Fundaments, auf dem für mich RISC OS steht, einstürzen.

Ich bin gespannt, wie die Entwicklungen sich fortsetzen, denn RISC OS scheint mir ein "zähes" Betriebssystem zu sein.

Liebe Grüße von einem noch innigen Anhänger des Systems.
HöMi, 19. 09. 2008, 08:47 Link
HöMi ist gespannt, wie sich die Entwicklungen fortsetzen und denkt dabei wohl mehr an die Entwicklung von Soft- und ggf. Hardware. Er bezeichnet sich als einen "noch innigen Anhänger" von RISC OS. Wie lange noch?

Ich frage mich: wo bleibt der Nachwuchs, also diejenigen Leute, die fähig sind zukünftig RISC OS zu verbessern und Software für dieses Betriebssystem zu entwickeln? Diejenigen, die es zur Zeit noch können, sind eine aussterbende Spezies. Und das gilt auch für die heutigen User.

Aber auch auf der Händlerseite und bei anderen Protagonisten sieht es äußerst schlecht aus. Wie geht es weiter wenn David Holden (APDL), a4com (Detlef Thielsch), GAG-News (Herbert zur Nedden), etc. mal nicht mehr sind?

Für mich befindet sich RISC OS im Stadium der Devolution: Keine Entwickler -> keine Händler -> keine User -> ...

RISC OS mag ja ein "zähes" Betriebssystem sein, aber als Resultat erwarte ich in 10 bis 20 Jahren seinen faktischen Exitus! Leider!
Dr. Gregor Gellissen, 19. 09. 2008, 11:12 Link
Es ist leider ein Henne-Ei-Problem. Neue Software wird es nur dann geben, wenn auch leistungsfähige/moderne Hardware verfügbar ist. Und die Hardware wirds wohl nur geben, wenn... ich lasse es mal, kann sich jeder denken.

Denn um neue Software, wie z.B. Bildbearbeitung für Digifotos, muß auch die Rechenpower da sein. Wer will schon auf einem 200 MHz Rechner 10 Megapixel Fotos verwalten und retuschieren?

Es gibt noch viel mehr Anwendungsgebiete, wo der Computer heute eingesetzt wird, aber Power nötig ist. Einfach weil so viel Daten heute verarbeitet werden (können). Denn Daten zu speichern (auf HDD usw.) und zu transportieren (Internet) ist billig wie nie. Während ich diesen Text tippe, läuft in meinem WinAMP Internetradio in 44kHz und 128 kbit/s. Das ist eine Aufgabe die der PC heute nebenbei macht... nicht der Rede wert. Nebenbei könnte ich aber auch Adobe Lightroom benutzen.

Lange Rede, kurzer Sinn: damit die RISC OS-Plattform für Software-Entwickler interessant wird, müssen sie auch ihre Ideen und Vorhaben vernünftig darauf umsetzen können. Auch einem Entwickler muß es Spaß machen, und Hürden wie mangelnde moderne Hardware tragen nicht gerade dazu bei.
Artchi, 19. 09. 2008, 22:33 Link
Nur zu Info: Mit DigitalCD kann man durchaus auch mit einen Risc PC Internetradio hören und dabei nebenbei auch andere Dinge machen, wie z. B. hier einen Text eintippen. Dazu braucht man keinen Rechern mit mehreren GHz. Zusätzlich ist man bei RISC OS inzwischen bei 800 MHz angelangt. Immer noch zu wenig, aber ein Risc PC darf heute nicht mehr als Referenz für RISC OS herhalten. Oder wir nehmen einen etwa gleichalten Pentium II Rechner mit Vista zum Vergleich, mal sehen welcher Rechner dann benutzbar ist. Also IYONIX pc oder meinetwegen den Beta A9home als Rechner, aber nicht mehr der Risc PC.

Wer mehr Rechenleistung und RISC OS haben will kann dies durchaus via PC Boliden und VirtualAcorn erzielen. Auch wenn ich kein großer Freund von Emulatoren bin, ist es eine Möglichkeit mehr Leistung zu bekommen.

Zusätzlich zu dem Hard- und Softwareproblem kommt auch das oben angesprochen Problem des schrumpfenden Marktes. Selbst wenn es morgen einen 4 GHz RISC OS Rechner geben sollte, wer kauft den und was muß der dann kosten um die Unkosten zu tragen? Das hängt natürlich alles miteinander zusammen und wird durch die Allmacht von immer mehr Leistung und dem allgegenwärtigen Betriebssystem noch weiter verstärkt. Für mich heißt aber auch die Leistung bis zum Abwinken real auch miese Bedienbarkeit und macht zumindestens für meine Nerven die Massen an GHz und GByte irrelevant. Das meiste was ich so mache ist sogar mit einen Risc PC schneller und stressfreier erledigt. Vermutlich kann man nicht alles haben und so schonen die einen ihre Nerven und die anderen haben Leistung ohne Ende. Es gibt auch für mich Dinge die Leistung bedarf, aber dann greife ich auf einen alten Linux Rechner zurück und dann nicht selten auf die Kommandozeile.

BTW: Ob 10 Megapixel überhaupt Sinn machen und von den beliebten Kompaktkameras überhaupt vernüftig verarbeitet werden können ist kein Thema für hier. Ich habe da aber großen Zweifel.
cms, 20. 09. 2008, 08:39 Link
Tja Carlos, wenn ale so denken wie Du, würden wir heute noch auf C64 rumgurken. Ach was, wir würden heute gar keine Computer brauchen!

Tut mir leid, aber wenn man sich gleich angegriffen fühlt, weil die PCs heute einem hinter her geschmissen werden, dann ist es richtig das es keine RISC OS Rechner mehr gibt. Das ist echt traurig, wenn man nur von seinen eigenen Bedürfnissen ausgeht und meint "Das was für mich reicht, muß auch für die anderen reichen!".

Da kann ich echt nur den Kopf schütteln...
Artchi, 20. 09. 2008, 09:33 Link
Dann schüttle meinetwegen den Kopf.

Ich fühlte mich nicht angegriffen, warum auch. War nichts neues, sondern fast nur altbekanntes. Das mit den Radio via Internet hat einfach nicht für den Risc PC gestimmt. Dto. mit dem Risc PC als _den_ RISC OS Rechner.

Ich sehe nicht wo _ich_ geschrieben habe, daß _alle_ die gleichen Bedürfnisse haben _müssen_ wie _ich_. Dafür habe ich zu oft "ich" und "mich" geschrieben. Dingsta drauf.

Der C64 ist ja wohl doch deutlich grauenhafter in der Bedienung als Windows. Fällt also für _mich_, und hier meine ich auch _für_ _mich_, durch. Zusätzlich bietet der C64 längst nicht das, was _mir_ RISC OS bietet. Andere sehen das durchaus anders und sind mit dem C64 _glücklich_. Dann ist das auch gut so. Du scheinst aber mit dem "glücklich sein" mit einen System seit Jahren Probleme zu haben. Wenn Du Leistung, Photoshop usw. usw. haben möchtest, dann tue es und es gibt durchaus auch Alternativen zu Windows und die müssen nicht RISC OS heißen müssen.
cms, 20. 09. 2008, 14:59 Link
Ich kann sowohl Carlos als auch Artchi verstehen, tendiere aber mehr zu Artchi.

Leistung ist "geil", um es mal salopp zu sagen. Natürlich haben Beschränkungen - hier z.B. "nur" 600 MHz auf (m)einem Iyonix - einen Reiz, Ressourcen sparsam und hocheffektiv einzusetzen. Aber andererseits ist es auch reizvoll (menschlich), nicht so genau drauf schauen zu müssen und genügend Reserven zu haben. Außerdem beinhalten "Reserven" gewaltige Entwicklungspotenziale, wie man ja gerade im PC-Bereich sehen kann: was da alles möglich ist/wird, ist doch geradezu fantastisch, auch wenn das nicht alle brauchen. Hätte es im RISC OS-Bereich firmenpolitisch nicht die einen oder anderen unglücklichen Umstände/Entwicklungen gegeben, so sähe es heute sicherlich anders/besser aus.

Sofern es keine unerwartet positiven Entwicklungen im RISC OS-Umfeld gibt, wird es wohl so kommen, wie Gregor angedeutet hat. Denn auch Herbert erklärte auf dem letzten GAG-Treffen den leichten Mitgliederschwund mit "natürlicher Auslese", denn die relativ alten RISC OS-User sterben halt auch irgendwann. Und wenn die Reihe an jene ist, die quasi eine tragende Säule im System sind, dann kann das auch recht fix gehen.

Manchmal frage ich mich, was die Jungs in England, die die RISC OS-Plattform hard- und softwaremäßig federführend verantworten, so denken/planen. Wie groß wäre wohl der finanzielle Aufwand, einen eigenständigen (neuen) RISC OS-Rechner mit zwei oder 3 GHz auf den Markt zu schmeißen. Man müsste doch noch nicht einmal so stringent vorgehen wie Apple. Warum sollte der Rechner nur für ein Betriebssystem festgelegt werden? Warum nicht einen Rechner, der sowohl die Installation von Linux, Windows und RISC OS zu lässt. Wie viele kleine Firmen bauen/schrauben heute individuelle Rechner für die verschiedensten Einsatzzwecke zusammen. Und so extravagant ist doch die Hardware, die RISC OS benötigt, auch nicht, oder?

Wie dem auch sei, hoffen wir auf die "unerwartet" positiven Entwicklungen ;-)

Sonnige Grüße
HöMi, 20. 09. 2008, 16:35 Link
Ups, natürlich sind es 600 und nicht 800 MHz beim IYONIX pc.

Die Ansprüche von RISC OS sind sehr wohl extravagant, da RISC OS auf eine ARM/XScale CPU besteht. Es gibt ein paar Geräte die in etwa einen A9 entsprechen. Vermutlich wird der IYONIX pc der leistungsfähigste ARM/XScale Rechner sein, der sich für den Desktopbetrieb eignet.

Einen Desktop Rechner für z. B. Linix zu bauen ist quatsch, da ein Standard PC deutlich weniger kostet und leistungsfähiger ist als jeder ARM bzw. XScale Rechner es sein könnte.

RISC OS auf x68 portieren incl. tausender Treiber, Emulation, Schluß
cms, 20. 09. 2008, 17:47 Link
Genau,
Apple hat es doch vorgemacht und sein Betriebssystem auf Intel/AMD-Chips umgestrickt.

Warum nicht auf den ARM verzichten und RISC OS auf die billige Intel/AMD-Technik umstellen?

Aber wie Gregor schon angedeutet hat, fehlt es vielleicht an alten Hasen, die RISC OS in einem finanziell vernünftigem zeitlichen Rahmen umstricken könnten. Aber ob der Aufwand lohnt?

Schaun wir mal.

Bye
HöMi, 20. 09. 2008, 18:06 Link
1) MacOS X wird zum allergrößten Teil in C, C++, Object C oder einer anderen Kompilersprache geschrieben sein. Bei RISC OS soll es, wohl gerade bei den alten Kode, recht viel in Assember geschrieben sein. Bei Apples war es also einfaches Kompilieren plus Anpassungen und bei RISC OS wäre es zu einen guten Teil Nachprogrammieren.

2) Das hat Apple sicher die eine oder andere Millionen gekostet. Apple hat aber auch den konfortablen Anteil von ca. 5% an Desktoprechnern in der Welt. Da hat sich der Umstieg wohl gelohnt, auch wenn abzusehen ist das Apple sich aus dem Hardwaregeschäft zurückziehen wird. Soviel Geld wird man bei den paar tausend RISC OS Benutzern nicht locker machen können oder man nimmt sich einige Jahre Zeit.

3) Dann kommt das Treiberproblem, das man aber mit festgelegten Komponenten umgehen kann. Alte Software läuft via Emulator.

Für den Benutzer ist im wessentlichen der Desktop das Argument für RISC OS. Man könnte also auf der Basis von z. B. Linux den Desktop rüberretten und dann Firefox, Gimp usw. den RISC OS Stil beibringen. RISC OS Programme kann man dann via Emulator laufen lassen. Solche Ansätze hat es schon gegeben, sind aber bislang noch nicht das was es sein könnte.

Bleibt noch die reine Emulation.
cms, 20. 09. 2008, 19:25 Link
Ich denke, native Hardware können wir - was den interessanten Performance-Bereich angeht - komplett vergessen. Auf Basis des XScale 342 könnte man sicher was einigermaßen schickes bauen (1.2 GHz, zwei Cores, DDR2-RAM, 2nd level cache, PCI Express), und man könnte sicherlich Faktor 2-4 an Performance gegenüber dem jetzigen IYONIX locker machen, aber die Stückzahlen wären sicher viel zu gering, um einen anständigen Preis machen zu können. Das war schon die Achillesferse beim IYONIX, und der Markt ist seither nochmal stark geschrumpft.

Also x86. Und IMHO ist aufgrund der Gegebenheiten (ROOL-Lizenz beschränkt die Rechte auf ARM-Prozessoren, eine echte Portierung fällt also flach) nur eine emulationsbasierte Lösung sinnvoll.

Und tatsächlich gibt es sowieso gute Gründe, diese Lösung zu forcieren. Man hat dann nämlich Zugriff auf das Host-OS, welches sich um die ganzen miesen Treiber-Details kümmern darf, und man benutzt es quasi als leistungsfähigen Hardware Abstraction Layer.

Auf heutigen x86-CPUs und state-of-the-art-JIT-Technologie könnte man sicherlich eine sehr anständige Performance erreichen, die über das Niveau denkbarer ARM-Hardware weit hinausgeht. Zusammen mit der Nutzung von native x86-Code für ausgewählte, performancekritische Dinge wäre das sicher gut genug, um dauerhaft aus Performance-Sicht überleben zu können.

Wenn endlich mal alle Sourcen von ROOL verfügbar sind, um ein Risc PC-RISC OS 5 zu bauen, hätte man zusammen mit RPCemu eine "0-EUR-Lösung", die sicherlich genügen würde, um Leute für diese Plattform zu interessieren.

Die Frage ist, wie die Plattform dann "sexy" genug wird, um ausreichend Entwickler, die im Moment ihre Zeit mit anderen Plattformen verbringen, zu interessieren. Darauf weiss ich leider keine Antwort.

Steffen
hubersn, 23. 09. 2008, 18:30 Link
> Die Frage ist, wie die Plattform dann "sexy" genug wird, um
> ausreichend die im Moment ihre Zeit mit anderen Plattformen
> verbringen, zu interessieren. Darauf weiss ich leider keine
> Antwort.

Mir fallen da spontan ein paar Punkte dazu ein:

Du kündigst deinen Job, und wirst Informatik-Dozent.
Deine Aufgaben dabei:

Du entwickelst ein paar schoene Powerpoint-Folien
(also nicht so haessliche Textwuelste wie deine Homepage-
mit echtem Design, übersichtlich und leicht verstaendlich),
wo du den Studenten die Grundlagen der Informatik beibringst.

Dabei etablierst den RPCEmu oder eine andere virtuelle ARM-Maschine
mit (open-Source) RiscOS als Gegenstücj zu Java, auf dem alles gelehrt
wird, ausser OOP.

Angefangen von Assembler über ADA und Basic bis Compilerbau.

Damit zuechtest du eine ganze Generation neuer Programmierer heran,
die andern sind eh schon versaut von Windows und Linux :)

Und regelmaessige Treffen im Gemeinschaftsraum des Hauses im Trollingerweg damit die Studenten was von alten Hasen lernen koennen
und sie sich in Tekken bewaehren koennen ;D
Gryf ap Llandrysgryf, 25. 09. 2008, 17:28 Link
@Gryf &Steffen,...haha...ist ja lustig hier mal wieder was von den alten Haudegen des Trollingerweges zu lesen...

...wäre doch rein aus nostalgischen Gründen witzig ein Treffen zu veranstalten, hattest doch was geplant vor Urzeiten, gell, Steffen ;-) !?

...naja, ich muß auch sagen mein RiscPC steht im Keller...habe mich mittlerweile an das miese x86 Assembler-Programmieren gewöhnt und Quadcore's plus SSE haben eben für RiscPC-Verhältnisse schier unglaubliche FPU-Leistungsreserven...hätte aber sicherlich nix gegen eine vernünftige XScale 342 Maschine...
Kümmel, 26. 09. 2008, 20:16 Link
Oha, keinen Iyonix mehr? Nun, der RISC OS-Markt scheint wohl endgültig dahin zu sein.

Ich habe hier noch einen funktionierenden Risc PC. Und ein sehr kleines RISC OS-Laptop. Einen eeePC, der neben WinXP über VirtualRiscPC RISC OS beherbergt. Das Ding ist etwa so schnell wie ein nativer SA-Risc PC. Für !Revelation also mehr als ausreichend.

Mit nativer RISC OS-Hardware kann man halt heutzutage keinen Staat mehr machen. Die Verwaltung und Bearbeitung von Fotos wurde ja schon genannt. Selbst im Internet muß man mit teils enormen Einschränkungen klarkommen. Solche Dinge wie Videoschnitt kann man gleich ganz vergessen. Man hat ja schon Probleme, die Filme überhaupt auf den RISC OS-Rechner zu bringen. FireWire? Geht nicht (oder gibt's da was?). Camcorder mit Festplatte? Ginge evtl., da USB. Camcorder mit Speicherkarten? Ich weiß nicht, ob man SDHC-Karten (ab 4 GB) unter RISC OS verwenden kann. Dann wäre noch eine Software notwendig, die miniDV-AVI oder mpeg2 bearbeiten kann. Zu mpeg2 gehört natürlich SmartRendering. Von HD-Formaten wie HDV oder das extrem rechenintensive AVCHD mal ganz abgesehen, da man AVCHD nur mit einem schnellen Quadcore vernünftig bearbeiten kann.

Irgendwann ist einfach der Zeitpunkt gekommen, an dem RISC OS auf nativer Hardware ein Ende hat. Es hat ja schon fast jeder eine Digitalknipse oder einen Camcorder zu Hause. Und wenn man das Zeug sowieso mit einem anderen System bearbeiten muß, werden die restlichen Dinge auch gleich mit diesem System erledigt. Die technische Entwicklung bleibt nicht stehen, die Entwicklung bei der RISC OS-Hardware ist stehen geblieben.

Wenn RISC OS komplett offengelegt wurde, gibt es evtl. eine Chance, es auf einem anderen System wieder einsetzen zu können. Interessant ist das jedenfalls schon, das mache ich ja mit dem eeePC und es funktioniert einwandfrei.
Lars, 30. 09. 2008, 19:49 Link
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-10/artikel-11998846.asp

Auf jeden Fall scheint es dem 'Verein' der wohl maßgeblich an der Aufteilung von Acorn beteiligt war, auch nicht viel Glück gebracht zu haben, zumindest langfristig.

Wenn aus dem OpenSource RISC-OS mal soetwas wie eine Linux-Library wird, wäre das auch nicht schlecht. Dann würden zumindet die Programme nicht 'untergehen'. Und: Vielleicht entstünde darüber ja sogar etwas (altes) Neues, da manche momentan anscheinend gerne ein 'moderneres' Bedienkonzept für Linux sehen würden, Stichwort Dateihandling, PopUp Menus etc. - vielleicht sogar ein kompletter Desktopmanager.
Sebastian Barthel, 12. 10. 2008, 16:32 Link
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