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Sichere Transportverschlüsselung bei Mails

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Als vor fünf Jahren die maßlose Neugier einer Behörden bekannt wurde, ist das Thema Verschlüsselung stärker in den Vordergrund gerückt. Nicht nur im Web, sondern auch bei Mail und anderen Protokollen. Im Internet wurde seit dem mehr Wert darauf gelegt der Neugier zumindest ein wenig entgegen zusetzen.

Ich selbst habe schon vorher die Notwendigkeit gesehen die Mailübertragung zu verschlüsseln. Deshalb habe ich mir schon vor über 10 Jahren NetFetch besorgt um dann POP3 und SMTP mit Verschlüsselung zu nutzen. Das war für mich der einzige Grund mir NetFetch oder eigentlich Hermes zu besorgen. Hermes war das erste RISC OS Programm das POP3 und SMTP mit Verschlüsselung konnte. Später konnte auch Messenger Pro selber mit SMTP, POP3 und IMAP mit Verschlüsselung umgehen. Tatsächlich handelt es sich bei Hermetic innerhalb von Messenger um eine abgespeckte Version von Hermes. Später bin ich auf IMAP umgestiegen und auch dort habe ich natürlich grundsätzlich nur mit aktivierter Transportverschlüsselung gearbeitet.

Sowohl Hermes als auch Messenger Pro benutzt für die Verschlüsselung das Modul SecureSockets. Wie es aussieht basiert das Modul auf OpenSSL 0.9.8a. Diese OpenSSL Version wurde im Oktober 2005 veröffentlicht und unterstützt deshalb vermutlich die SSL Versionen 2, 3 und 3.1 alias TLS 1.0. Alle diese Versionen sind veraltet und werden bis auf TLS 1.0 von einigen Clients aus guten Grund nicht mehr unterstützt. TLS 1.1 sollte man nach Möglichkeit nicht mehr nutzen und auch TLS 1.2 steht auf der Abschussliste. Nur TLS 1.3 gilt nach heutigen Stand als sicher. Das wurde aber leider nach Verzögerungstaktik erst vor ein paar Monaten zum offiziellen Standard und wird deshalb aktuell nur von wenigen Servern und Clients unterstützt. Das ist vermutlich aber auch ein Zeichen das TLS 1.3 recht gut die Neugierigen ausschließt. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Verschlüsselungen innerhalb von SSL beziehungsweise TLS bei denen sich in dem letzten Jahrzehnt auch viel getan hat. Lange Rede kurzer Sinn: SecureSockets ist völlig veraltet und bietet keine halbwegs sichere Verschlüsselung. Mit einen gut ausgestatteten Gamer PC sollte die Verschlüsselung die SecureSockets bietet in absehbarer Zeit zu knacken sein. Zusätzlich hat Messenger Pro 7 Probleme mit dem verschlüsselten Versand von Mails. Wenn ich mich richtig erinnere trifft das besonders bei Anhängen zu. Ob es diese Probleme noch mit Messenger Pro 8 bestehen ist mir nicht bekannt. Ich bin diese Probleme von vorneherein aus dem Weg gegangen.

Eine Lösung des Problems sind die Programme POP3S und SMTPS von Alexander Ausserstorfer. POP3S und SMTPS basieren anscheinend auf GnuTLS 3.4.10 aus dem Jahr 2016 und damit wird auch TLS 1.2 unterstützen. Damit bieten beide Programme beim Mailserversand per POP3S und SMTPS beziehungsweise POP3 und SMTP mit StartTLS aus heutiger Sicht eine brauchbare Verschlüsselung. Ausprobiert habe ich die Programme nicht, da ich zu der Zeit schon IMAP genutzt habe. Wenn GnuTLS TLS 1.3 unterstützt und diese Version für RISC OS portiert wird sollte eine Unterstützung von TLS 1.3 in POP3S und SMTPS kein Problem darstellen. Leider ist die Lizenz von beiden Programmen unklar. Es wird nur thanksware genannt. Aber nicht ob es erlaubt ist die Programme zu ändern, geändert weiterzugeben und so weiter.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Proxy zu dem sich Messenger, Hermes oder POPStar unverschlüsselt verbindet und der dann die Kommunikation zu den Mailserver verschlüsselt weiterreicht. In GAG News 133 berichtet Herbert zur Nedden von so einer Lösung mit dem Proxy Perdition den er auf einen Raspberry Pi mit Linux zum Laufen gebracht hat. Der Proxy Perdition unterstützt POP3 und IMAP. Für SMTP hat Herbert den Mailserver Postfix auf seinen Linux Raspberry Pi installiert und konfiguriert damit Postfix die ausgehenden Mails verschlüsselt weiterreicht. Herbert hat damit die Probleme mit Mailanhängen bei verschlüsselter Verbindung von Messenger Pro 7 gelöst. In der GAG News erläutert er auch die Möglichkeit mit mehreren Servern Mails abzuwickeln.

Meine Lösung des Problems basiert wie bei Herbert auf einen Raspberry Pi unter Linux und ist älter als die von Herbert. Oder besser formuliert ich hatte meine Lösung schon vorher im Einsatz. Meine Motivation war eine möglichst gute Verschlüsselung für IMAP und SMTP zu erhalten. Mein Raspberry Pi B mit Linux war schon vorher im 24/7 Dienst gewesen und tut es noch immer. Der Mailserver Postfix lief schon darauf um mich über Probleme, Updates und so weiter per Mail zu informieren. Natürlich habe ich Postfix direkt mit Verschlüsselung konfiguriert. Die Mails werden per SMTP AUTH ins Internet gesendet. Als mir dann klar wurde das die Verschlüsselung von SecureSockets unter aller Kanone ist habe ich für SMTP den 24/7 Raspberry Pi als Smarthost genommen und die IP meines RISC OS Rechners freigeben. Ich hätte auch SMTP AUTH einrichten können. Da hat aber die Faulheit gesiegt. Beide Rechner sind schließlich im inneren LAN. Für IMAP habe ich mich für stunnel entschieden. Ich hatte damit schon ein paar Jahre vorher einen POP3 Server zu einen POP3S Server erweitert. Mit stunnel kann man eine verschlüsselte Verbindung zu einer unverschlüsselten machen und umgekehrt. stunnel kann zum Beispiel die verschlüsselte POP3S Anfrage auf den Port 995 annehmen und leitet die an den POP3 Server ohne Verschlüsselung an Port 110 weiter. Das ist möglich da die "S-Protokolle" wie POP3S, SMTPS und IMAPS mit TLS eine verschlüsselte Verbindung aufbauen und dann mit den unverschlüsselten Protokoll, also POP3, SMTP beziehungsweise IMAP arbeiten. Damit läuft das unverschlüsselte Protokoll in einen TLS Tunnel geschützt vor dem Abhören. Das geht auch in die andere Richtung. Also kann stunnel zum Beispiel eine unverschlüsselte SMTP Verbindung annehmen um diese in einen TLS Tunnel an einen SMTPS Server weiterzureichen. Genau so eine Fähigkeit brauchte ich für RISC OS. Mit stunnel kann man auch Protokolle die es nur unverschlüsselt gibt in einen TLS Tunnel verschlüsseln. Natürlich müssen beide Seiten das unterstützen, also zum Beispiel auf stunnel zurückgreifen.

Zurück zur meiner Lösung. Ich habe in Messenger Pro als SMTP die IP Nummer des Raspberry Pi angegeben und die Verschlüsselung deaktiviert. Der Mailserver auf der Himmbeere nimmt dann meine ausgehende Mails an und versendet die dann via SMTP AUTH inklusive Verschlüsselung (STARTTLS) ins Internet. Wie man Postfix dafür konfiguriert will ich hier nicht erläutern. Dafür gibt es im Web genügend Anleitungen. Man muss nicht Postfix nehmen das sollte auch mit Exim, Qmail und so weiter funktionieren. Herbert nimmt sich zusätzlich in der News Exim vor.

Interessanter ist hier stunnel. Nach Debian Art installiert man mit sudo apt-get install stunnel4 auf den mit Raspbian betriebenen Raspberry Pi stunnel. Mit dem Kommando sudo editor /etc/default/stunnel startet man den Editor und sucht die Zeile mit ENABLE=0 in der Konfigurationsdatei heraus. Dann ersetzt man die 0 mit einer 1 und speichert die Datei. Nur so startet stunnel beim Booten. In /etc/stunnel habe ich dann die Datei stunnel.conf (sudo editor /etc/stunnel/stunnel.conf) mit folgenden Inhalt angelegt. Wie man die Datei nennt ist egal, sie sollte nur mit .conf enden. Umlaute, Leerzeichen und so weiter sollte man vermeiden. Funktionieren aber vielleicht.

[imaps]
client = yes
accept = 143
connect = imaps.example.com:993
sslVersion = all
options = NO_SSLv3
options = NO_TLSv1
options = NO_TLSv1.1

stunnel ist damit im Clientmodus, nimmt alle Anfragen auf den Port 143 (IMAP) an und leitet die Verbindung an den IMAPS Server imaps.example.com auf dem Port 993 in einen TLS Tunnel weiter. In den anderen vier Zeilen erlaube ich alle unterstützten SSL und TLS Versionen um darunter SSL 3, TLS 1.0 und TLS 1.1 zu verbieten. SSL 2 wird von Hause aus nicht mehr unterstützt. In der Konfiguration werden damit nur TLS 1.2 Verbindungen erlaubt. Wenn TLS 1.1 erlaubt werden muss, dann einfach in der letzten Zeile ein Semikolon (;) voranstellen. Damit kommentiert man die Zeile aus. Diese letzten drei Zeilen sind nicht notwendig verhindern aber das Herunterstufen der Sicherheit von den unbekannten Dritten. Bei schlechter Verschlüsslung könnte der vielleicht doch mitzulesen. Natürlich muss man statt imaps.example.com die Adresse seines IMAPS Server angeben. In Messenger Pro trägt man dann als IMAP Server die IP Nummer des Raspberry Pi ein und deaktiviert die Verschlüsselung. Wenn ich das richtig sehe ist das [imaps] in der Konfiguration nur eine Bezeichnung und leitet eine Konfigurationsblock ein. Benutzt man mehrere stunnel Konfigurationen müssen sich diese Bezeichnungen unterscheiden. Um stunnel mit der Konfiguration zu aktivieren startet man den stunnel Dienst mit sudo service stunnel4 restart neu.

Benutzt man POP3 statt IMAP sollte man mit

[pop3s]
client = yes
accept = 110
connect = pop3s.example.com:995
sslVersion = all
options = NO_SSLv3
options = NO_TLSv1
options = NO_TLSv1.1

zum Ziel kommen. Diese Konfiguration habe ich nicht geprüft. Auch hier sollte man die richtige Adresse eintragen und in der Konfiguration von Messenger Pro, Hermes oder POPStar die IP Nummer des Raspberry Pis ohne Verschlüsselung eingetragen.

Will man keinen Mailserver installieren kann man auch stunnel bemühen. Die ungeprüft Konfiguration sollte dann wie folgt aussehen.

[smtps]
client = yes
accept = 25
connect = smtps.example.com:587
sslVersion = all
options = NO_SSLv3
options = NO_TLSv1
options = NO_TLSv1.1

Eventuell benutzt der Mailprovider noch den Port 465. Das muss der Provider zum Beispiel auf seinen Webseiten mitteilen. Welchen SMTP man dann in Messenger Pro, Hermes beziehungsweise POPStar einträgt sollte klar sein. Sicherlich muss man dann auch SMTP AUTH konfigurieren. Auch diese Konfiguration habe ich nicht überprüft.

Man kann mehrere Konfigurationen, also zum Beispiel die oben genannten, alle in einer Datei untereinander eintragen. Eine Leerzeile zwischen den Konfigurationsblöcken ist vielleicht nicht notwendig, aber üblich und erhöht auch die Übersichtlichkeit. Man kann auch andere Dienste wie zum Beispiel NNTP (Port 119) via stunnel zu NNTPS (Port 563) machen um damit Newsgroups mit Verschlüsselung zu beziehen. Was stunnel nicht kann ist STARTTLS. Also eine unverschlüsselte Verbindung aufbauen um dann Verschlüsselung innerhalb des SMTP-, POP3- oder IMAP-Protokolls zu aktivieren. Da STARTTLS Teil von dem jeweiligen Protokoll ist, wird stunnel das sicherlich nie unterstützen. StartTLS ist nebenbei dieses Jahr in Hermes und Hermetic hinzugefügt worden.

Hat man mehrere Mailadressen bei verschiedenen Mailprovider so kann man die obigen Konfigurationen kopieren und anpassen. Dabei muss man dann auch accept anpassen und einen anderen Port als 143, 110 beziehungsweise 25 angeben. Welche Ports man dafür nehmen sollte kann ich aus dem Stegreif auch nicht sagen. Die Ports sollte nicht auf den Linuxserver in Benutzung sein. Alternativ kann man dem Linuxserver auch mehrere IP Nummer geben und in der Konfiguration accept zusätzlich die IP angeben. Von RISC OS aus muss man dann die zweite IP Nummer ansprechen. Auch das habe nicht ausprobiert.

So lange sich mit SecureSockets nichts Entscheidendes ändert sehe ich nur die drei genannten Wege um RISC OS bei Mails starke Verschlüsselung beizubringen. Früher oder später wird auf Serverseite die Unterstützung von SSL 3 und TLS 1.0 entfallen und dann muss sich auch beim "altehrwürdigen" SecureSockets etwas tun. Das kann aber noch ein paar Jahre dauern. Die Lösung mit POP3S und SMTPS ist der traditionelle Weg den schon POP, POPStar und Hermes gegangen sind. Die Lösung mit Postfix und Perdition oder stunnel benötigt einen zusätzlichen Linux Rechner. In meinen Fall kein Problem, da mein 24/7 Raspberry Pi nur noch zwei weitere Aufgabe bekommen hat. Ein Vorteil der Linuxlösung ist das mit der nächsten Raspbian Version Buster sicherlich auch TLS 1.3 unterstützt wird. Bei POP3S und SMTPS ist das abhängig von der GnuTLS Portierung. Wer StartTLS benutzen muss kann nur Alexanders Programme, Perdition (sieht wenigstens danach aus) oder halt Hermes beziehungsweise Messenger Pro 8 mit der veralteten Verschlüsselung benutzen.

Wer andere Wege kennt um gute Verschlüsselung für Mails unter RISC OS zu erreichen bitte melden. Man darf auch gerne die Erfahrung mit den oben genannten Methoden mitteilen.

cms, 17. 06. 2018, 16:33 Uhr <   >
Selbstverständlich darf jeder mit "meiner" Software machen, was er will. Ist ja eines dieser Billig-Programme. Der Quellcode liegt bei.

Du nennst hier nur "sichere" übertragung. Das einzige, was bei SSL / TLS halbwegs sicher ist, ist die übertragung von Benutzernamen und Passwort an den nächsten Mailserver zum Einloggen. Alles andere ist ein Witz. Man kann's einfach nicht oft genug sagen. Wenn du die E-Mail "sicher" übertragen willst, solltest du sie z. B. mittels GPG Ende-zu-Ende-fähig verschlüsseln. So kann z. B. mein eigener E-Mailprovider meine E-Mails nicht scannen, wodurch aber auch alle binären Anhänge durchkommen. Leider führt diese End-zu-Ende-Verschlüsselung noch immer so gut wie niemand durch, was ich als ein Verbrechen ansehe.
Isip ay Sustansya, 17. 06. 2018, 17:37 Link
SSL/TLS verschlüsselt nur den Datenverkehr zwischen zwei direkt miteinander kommunizierenden Rechnern.

E-Mails werden aber über eine ganze Serie von Rechnern geschoben.

Jeder Mensch, der sich Zugang zu einem dieser Server beschaffen kann, und das muss nicht zwangsläufig über deinen Benutzernamen und dein Passwort für dein E-Mail-Konto erfolgen, kann die E-Mails lesen, insofern der E-Mail-Inhalt selbst nicht (Ende-zu-Ende-fähig) verschlüsselt worden ist. Alles andere ist nicht zielführend.

Wurden die Inhalte verschlüsselt, ist es nicht ganz so tragisch, wenn jemand in dein E-Mail-Konto einbricht oder die E-Mails mitschneidet. Er kann ohne deinen privaten Schlüssel mit der E-Mail prinzipiell nichts anfangen.

Grundsätzlich sollten gerade empfindliche Daten wie E-Mails nicht dauerhaft online verfügbar sein. Insofern ist gerade diese Methode sicherlich noch die beste: E-Mails zeitnah auf den Speicher zuhause übertragen und beim Provider löschen. Und nach der übertragung sofort wieder offline gehen. Und am besten auch daheim verschlüsselt ablegen.

Die ganze Diskussion um TLS/SSL ist insofern Quatsch, solange man den Rest nicht berücksichtigt, der eine viel größere Rolle spielt. Zumindest bei E-Mails. Und das regt mich inzwischen sowas von auf.

Das SecureModul von rComp war mit hoher Wahrscheinlichkeit auch schon damals nicht sicher und nur eine Bastelei (mit geringstem Aufwand etwas erreicht). Damit die Leute ihre E-Mails wieder abholen konnten. Der Quelltext liegt mir vor.
Isip ay Sustansya, 17. 06. 2018, 18:22 Link
Schön das jeder mit den Quellcoden von POP3S und SMTPS machen darf was er will. Inkl. kommerzieller Nutzung. Aber das ist nicht bei den Programmen dokumentiert. Wie soll man das wissen?

Das stimmt alles nur zum Teil. Eine Ende zu Ende Verschlüsselung ist faktische nicht existent. Der Anteil von Mails die mit PGP oder S/MINE verschlüsselt sind ist nicht erwähnenswert. Also faktisch Null. Das liegt auch zu einen großen Teil daran das das alles viel zu umständlich zu bedienen ist.

Das wo es Ende zu Ende Verschlüsselung gibt nennt sich z. B. WhatsApp, Threema oder Signal. Ersters nutzen sogar sehr viele Menschen. Ob genau das aber mein Privatleben schützt? Für RISC OS sieht es da aber dunkel aus und diese Messenger sind auch von jeweils einen Anbieter abhängig. Usw.

Tatsächlich beziehen die Geheimdienste einen großen Teil Ihrer Informationen durch Abhören der Internetzleitungen. Das ist wesentlich einfacher, auch wenn da eine Menge Daten anfallen. Aber Kosten sind kein Problem, da die Abgehörten das bezahlen.
BTW: Erst die Tage hat der BND eine richtliche Freigabe bekommen den DECIX abzuhören. Das ist der oder einer der Internetknoten mit dem meisten Traffic in der Welt.

Ja, auch wenn man mit TLS 1.3 seine Mails rausschickt ist nicht sichergestellt das die Mails auch verschlüsselt weitergeleitet werden. Es ist aber davon auszugehen das die meisten Mailserver hierzulande den Transport der Mails verschlüsseln. Klar bei Wald-und-Wiesen-Provider die froh sind das das überhaupt läuft (und das sogar schon seit 8 Jahren) sind davon ausgenommen. Es ist halt nur so sicher wie das schwächste Glied.

Die Alternative ist bei den Providern einzubrechen um die dort gespeicherten Mails einzusehen. Das kann etwas aufwendig sein. Klar bei den wenigen großen Mailprovider ist das kein Problem da man gerne gute Kontakte pflegt bzw. dazu gezungen ist die Daten bereitzustellen bzw. nur bei wenigen einbrechen muss um sehr viele Mails einzusehen. Bei kleinen Providern ist das schon etwas umständlicher.

Also Verschlüsselung abschalten und die Mails in Kopie auf einer für jeden zugänglichen Webseite veröffentlichen? Wir können selbst erst Mal nur den Teil den wir selber im Griff haben so gut wie es geht verschlüsseln um wenigsten in diesen Teil etwas der Neugier entgegenzusetzen. PGP und S/MINE sind tot oder genauer sind Totgeburten.

BTW: Das die GnuPG Version für RISC OS 1.4.9 von 2008 noch sicher verschlüsselt habe ich meine Zweifel.
cms, 17. 06. 2018, 21:05 Link
Ein Aspekt wird oft vernachlässigt: bereits die Information, wer mit wem in welcher Intensität kommuniziert, liefert interessieren Kreisen bereits viele Information. Es könnte also durchaus sein, daß erst die Auswertung dieser Metadaten zu aufwändigeren und teureren Ausforschungen führt.
Toni, 18. 06. 2018, 08:42 Link
Stimmt, aber Mail ist keine direkte Verbindung von Absender und Empfänger. Da sind fast immer noch zwei Mailserver dazwischen. Bei einen Messenger sieht das schon wieder anders aus. Glaube ich wenigstens. Habe mich nie damit wirklich auseinandergesetzt.
cms, 18. 06. 2018, 09:04 Link
Verschlüsselung ist ein spannendes/interessantes Thema. Leider oft viel zu kompliziert und unkomfortabel. Aber es deuten sich gute Lösungen an, wie man ja oben auch schon ansatzweise lesen konnte.

Ich selber habe für eine sicherere Kommunikation per eMail z.B. meinen Provider gewechselt (vorher t-online, jetzt posteo). Zusätzlich kommuniziere ich über mehrere Wege (z.B. per Desktop-Messenger Telegram und eben per eMail über verschiedene Provider). Manche Dinge verschlüssele ich auch gesondert mit AES/256 hier Zuhause, so dass mein Partner sie bei sich Zuhause entschlüsseln kann.

Wie gesagt, man behilft sich und versucht hier und da im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv zu werden. Einige Dinge sollte man ohnehin besser nur mündlich abseits von Abhörgeräten machen (wobei das auch immer schwieriger wird).

In diesem Sinne lese ich gespannt weiter mit.

:-)
HöMi
HöMi, 18. 06. 2018, 11:51 Link
Ich werde wahrscheinlich nie verstehen, warum sich alle immer am SecureSockets-Modul (oder gar am AcornSSL-Modul) aufhalten. Manche machen es ja sogar am veralteten Netzwerk-Stack von RISC OS" fest.

Wir reden hier von Applikationscode. Warum der in einem Modul sein soll/muss, hat mir noch keiner erklären können. Es gibt zig Bibliotheken, die Verschlüsselung auf Applikationscodeebene erlauben. Wenn ein Softwareentwickler stattdessen was veraltetes wie SecureSockets verwendet, ist er eben selbst schuld. curl/libcurl existiert. mbedTLS ebenfalls. NetSurf macht es vor, wie das geht.

Das SecureSockets-Modul ist nur ein weiteres Symptom der alten RISC OS-Entwickler-Philosophie "not invented here" - alles nochmal schlecht selbst gemacht anstatt etwas sauberes von anderswo verwenden. Wobei über die Sauberkeit von Bibliotheken wie OpenSSL nochmal getrennt philosophiert werden könnte...

Vermutlich ist die von Carlos skizzierte Lösung über einen separaten Pi die langfristig einzige Lösung aus dem Dilemma. Kann dann gleich als Knecht (neudeutsch: "Proxy") für alles Mögliche dienen: anständiger Browser per Remote Desktop, Proxy für Dateisysteme oder Versionsverwaltungssysteme aller Art, Treiberbrücke für Scanner und Drucker, WLAN-Bridge...
hubersn, 20. 06. 2018, 18:16 Link
Ich habe mal in den kleinen Teil des Internets auf den ich Einblick habe geforscht. Das hat ergeben das 0,2% der rausgesendeten Mails ohne Transportverschlüsselung sind. Also würde ich mal behaupten das unter 2% der Mails hierzulande die zwischen Mailserver transportiert werden nicht verschlüsselt sind.

Meine Forschung hat auch ergeben das 0,8% mit TLS 1.0 verschlüsselt sind und der Rest mit TLS 1.2. TLS 1.3 wird auf den Server nicht unterstützt. Sagen wir hierzulande werden unter 5% der Mails zwischen den Servern mit TLS 1.0 transportiert. Das ist zuviel.

Eingehende Mails habe ich wegen dem Spam nicht untersucht. Den auszusortieren ist nicht so einfach.

Da hat sich etwas getan in den letzten 10 Jahren. Da wurden die wenigsten Mails mit Verschlüsselung transportiert.
cms, 21. 06. 2018, 14:48 Link
Ich glaub dem Isip ging es aber darum, daß die private Nachricht dann auf dem ersten Server wieder zum Volltext wird, bevor sie neu verschlüsselt zum nächsten und evtl. danach zum Empfänger geht und genau deshalb die einzig sinnvolle Verschlüsselung eine ist, die lokal und seperat vor dem TLS gemacht wird.

Aber unbestritten: Daß nicht jeder überall direkt mitlesen kann, ist schon mal gar nicht schlecht.
naitsabes, 21. 06. 2018, 22:54 Link
naitsabes schien es verstanden zu haben. Was an der Bedienung von gpg kompliziert sein soll, das verstehe ich nicht. Man muss den öffentlichen Schlüssel von jemanden importieren und vor dem Absenden noch auf Verschlüsseln klicken. Das ist alles. Wem das zu kompliziert sein soll, der sollte generell keinen Computer verwenden.

Dass gpg unter RISC OS stiefmütterlich behandelt wird ist ein anderes Thema. Und dass es freilich auch hier Fallen gibt, ebenfalls. Aber trotzdem ist es besser, es zu verwenden anstatt gar nicht. Zumal es frei ist, verstehe ich nicht, warum es so gut wie niemand verwendet. Da wird gemosert, dass es "tot" ist. Aber genau die Leute, die das sagen, machen es ja tot, indem sie es nicht verwenden. Das ist Schwachsinn hoch drei. Funktionieren tut es ja.

Aber irgendwie verstehe ich die Menschen generell nicht. Android hat mich ziemlich schockiert. Es ist so nach dem Muster gestrickt: du darfst es benutzen, aber gehören tut es "uns". Und wir machen damit, was wir wollen. Ungefragt. Ähem. Ja.

Ich habe mir SmartPhones bisher nicht näher angesehen. (Ich habe so etwas nicht, weil ich es nicht brauche.) Das ist etwas anders, seitdem ich den Gemini-PDA habe.

Das Wörtchen "PDA" ist in meinen Augen übrigens nicht zutreffend. Denn mir fehlt ein Eingabestift, mit dem ich mir auf dem Bildschirm Notizen machen kann. Wie auf einem Block halt. Denn was soll man sonst mit so einem Gerät? Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das mit diesen neuartigen Bildschirmen selbst mit einem Stift überhaupt noch geht. Zumindest der Gemini reagiert überhaupt nicht auf einen alten Stift, den ich noch vom Psion habe. Komisch. Und ein entsprechendes Programm finde ich auch nicht.

Ich verstehe die Leute nicht, die sowas kaufen. Der Gemini hat wenigstens noch eine halbwegs brauchbare Tastatur. Aber selbst das iPhone hat weder Tastatur noch Stift, soweit ich mich erinnern kann. Wie soll man mit sowas vernünftig und kreativ arbeiten können? Dann muss ich ja doch wieder einen Block mitschleppen...
Isip ay Sustansya, 23. 06. 2018, 09:20 Link
Wobei noch etwas eine Rolle spielt: Die Verschlüsselung mittels PGP / GPG ist meinem Kenntnisstand nach noch immer _viel_ stärker als mittels heutigem SSL / TLS. Nicht umsonst fiel (fällt?) PGP in den USA unter das Waffengesetz und durfte / darf dort nicht verwendet werden. Das gilt in vielen anderen Ländern genauso. Wer es verwendet, der macht sich unter Umständen strafbar (und wird der Spionage oder dem Terrorismus verdächtigt).
Isip ay Sustansya, 23. 06. 2018, 10:22 Link
Klar Du hast, wie immer, recht. Man muss GnuPG herunterladen und installieren. Windowsbenutzer nehmen vielleicht direkt Gpg4win. Da hat man direkt etwas zu klicken. Dann erstellt man den Schlüssel in der Kommandozeile oder halt in so einer Oberfläche wie Gpg4win. HALT! Kommandozeile? Und schon haben wir viele Benutzer aussen vor und die "sollte[n] generell keinen Computer verwenden." Millionen oder gar Millarden von Computerbenutzer weniger. Der Rest weiß wie man seinen öffentlichen Schlüssel exportiert und von anderen importiert. Zusatzsoftware für Outlook, Thunderbird installieren und konfigurieren und dann loslegen. Ganz einfach, nur Schade das kaum einer noch Computer benutzt.

Das alte PGP durfte nicht exportiert werden. Deshalb wurde der Quellcode als Buch veröffentlicht, da dies die USA verlassen durfte. Das ist aber schon über 20 Jahre her. Später wurde PGP von einer USA Firma gekauft. Mal abgesehen das man in der USA nicht so große Problem mit Waffen hat, solltest Du dich erst Mal infomieren.
cms, 23. 06. 2018, 12:21 Link
Dem ein oder anderen Leser des ROOL Forums ist vielleicht aufgefallen, daß es eine neue Wetter App für RISC OS gibt: !Weather von Peter Scheele. Er schreibt selbst, daß die Bedienung etwas unelegant ist und der Acorn Style Guide reichlich locker ausgelegt wurde, aber nunja.
Man kann nach seinem Ort suchen und bekommt dann eine Dreitagesübersicht angezeigt mit optional einblendbarem 24-Stunden-Verlauf. Den jeweiligen Wetterdaten (Temperatur, Windrichtung und -geschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit, UV-Index, Pollenflug, Sichtigkeit, Luftdruck sowie Sonnenauf- und untergang) sind zwecks übersichtlicher Darstellung entsprechende Symbole beigeordnet, was ganz gut funktioniert. Nicht so gut gefällt mir der schon erwähnte Tagesverlauf, da hier alle Kurven übereinander in einem nicht skalierbaren Fenster dargestellt werden.

Tatsächlich gibt es schon seit Längerem eine vergleichbare App von Malcolm Hussain-Gambles. die auch via Plingstore kostenfrei erhältlich ist. Hier gibt es zwar nur ein Symbol für jeden Tag (Bedeckt, Sonnig, Regen usw.), der Rest wird als Text angegeben, optisch wirkt das bei vergleichbare Informationsdichte allerdings aufgeräumter. Entgegen dem Namen "WeatherUK" beherrscht die App auch internationale Wetterberichte. Wie zu erwarten öffnet Menu eine Auswahl von Stationsorten, die allerdings sämtlich im Vereinigten Königreich bzw den Britischen Inseln liegen. Öffnet man jedoch die Textdatei, in der die erforderlichen Daten hinterlegt sind, lassen sich auch außerhalb gelegene Orte hinzufügen. Wie bei der App von Peter Scheele greift auch WeatherUK auf Datensätze der BBC zu. Man benötigt also den Stationsnamen sowie siebenstellige Kennziffer, die sich im Internet finden läßt. Fügt man also zB "2950159 Berlin" in die besagte Textdatei (!WeatherUK.WeatherCodes.GB) ein, wird das Wetter in Berlin angezeigt.
Neben dem Umstand, daß die Daten nur auf Englisch vorliegen, fehlen im Vergleich zu !Weather allerdings der Tagesverlauf und die Windgeschwindigkeit wird nur in Meilen pro Stunde angegeben.

Natürlich gibt es auch diverse Wetterseiten im Netz und neben solchen, die sich zwischen gut bis gerade mal so mit NetSurf darstellen lassen, finden sich auch manche, die eine "Nur-Text-Version" anbieten. Stellvertretend sei für Berliner das hervorragende Angebot unter
"http://wind.met.fu-berlin.de/mvdtext/mvd_txt.htm" genannt, das neben einer Beschreibung der Großwetterlage auch Wassertemperaturen bietet.

Wesentlich flexibler ist jedoch ein eigentlich für die Kommandozeile, bzw das Terminalfenster entwickeltes Tool: wttr.in
Üblicherweise werden die Daten hier mittels cURL geholt und im Terminal dargestellt, was unter RISC OS leider nicht richtig zu funktionieren scheint. Eine Anzeige mittels Browser ist ebenfalls möglich, wird alledings unter NetSurf nicht ganz korrekt widergegeben. Statt cURL lassen sich die Daten jedoch auch mit wget holen und mittels Befehlen (http://wttr.in/:help) nach Lust und Laune anpassen. Der gewünschte Ort kann mit Namen, IATA Flughafencode, PLZ (US), Sehenswürdigkeit, Domainname oder als GPS Position spezifiziert werden. Maßeinheiten, Anzahl der Tage (0-3) sowie Sprache können ebenfalls angepasst werden. Interessant ist auch die Ausgabe als PNG.

Mittels Taskwindow bzw script kann also via: *wget http://wttr.in/Berlin_lang=de.png

ein deutschsprachiger Wetterbericht für drei Tage im 6-Stunden Verlauf im PNG Format automatisch ins Stammverzeichnis geladen werden.
Damit gehört letztere Methode zu meinen persönlichen Favouriten.
Patric, 23. 06. 2018, 14:14 Link
Alternativ kann man sich bei „Donnerwetter“ übrigens auch einen ziemlich brauchbaren Wetterbericht als Email zusenden lassen. Entgegen meiner Erwartung kommt der sogar im Textvormat, was nicht selbstverständlich ist. Damit kann ich sogar auf meinem A4000 Wetterberichte empfangen und bin nicht auf !Predict angewiesen! ;-)
Schade nur, daß Tapirmail kein UTF-8 beherrscht und alle Umlaute auf der Strecke bleiben *seufz*.

P.S.: der Link zum FU Angebot muß übrigens auf ... mvd_text.htm enden, nicht „txt“.
Patric, 23. 06. 2018, 14:25 Link
Seit wann gibt's denn Apps für RISC OS? Ich dachte, das ist was für SmartPhones.

Das neue Video habe ich mal eben bei Youtube hochgeladen und hier verlinkt. Ich habe die Auflösung etwas heruntergesetzt und hoffe, dass das Bild damit jetzt etwas besser ist. Kann nur besser werden, aber allzu lange will ich an dem Zeugs nicht rummachen müssen.
Isip ay Sustansya, 23. 06. 2018, 21:07 Link
Na klar, die Adresse fehlte natürlich wieder.
Isip ay Sustansya, 23. 06. 2018, 21:09 Link
„Apps“ bzw Applications sind zwar auch Programme, setzen aber nach herrschender Absicht ein zugrundeliegendes Betriebssystem und dessen Funktionalität voraus. Deswegen handelt es sich dabei auch üblicherweise um ausschließlich an den Anwender selbst gerichtete Programme oder eben „Anwendungen“. Als Begriff gibt es „Applications“ jedenfalls seit „Arthur“ und die Kurzform Apps taucht auch bei RISC OS 2 schon auf.
Patric, 23. 06. 2018, 22:35 Link
Dass die Programme unter RISC OS Apps sind, das hatte ich nicht gewusst. Früher hat auch nie jemand davon gesprochen. Sondern immer nur von Programmen. Von Apps höre ich eigentlich erst so richtig seit diesem Jahrzehnt. Und dann auch immer nur in Verbindung mit SmartPhones. Habe mich immer gefragt, was das sein soll. Dass das Konzept von RISC OS kommt oder zumindest schon vor den SmartPhones dort war, hatte ich jedenfalls nicht gewusst.

Da sieht man aber wieder einmal, wie weit RISC OS damals schon seiner Zeit voraus war!

Wobei ich mich momentan aber frage, was RISC OS und der Gemini-PDA bei den Programmen gemeinsam haben. Irgendwie sehe ich da keinen Zusammenhang. Android auf dem Gemini funzt doch irgendwie völlig anders... komisch.
Isip ay Sustansya, 24. 06. 2018, 03:21 Link
Ich schalte meinen A3010 ein, RISC OS 3, unten in der Iconbar steht "Apps". Kenne ich auch schon seit damals. Apps ist nur eine Abkürzung oder Verniedlichung von Application.

Und warum war RISC OS der Zeit voraus? Das ist doch normales englisches Vokabular. Jede Windows-EXE ist auch eine App.
Artchi, 25. 06. 2018, 11:57 Link
Außerhalb der Reihe, hier mal ein interessanter Bericht über ein Programm, was sicherlich auch eine App war, mit interessanter Anwendung eines A440 für Meßwerterfassung.
Keine Ahnung, ob das jemand interessiert, aber es lief mir zufällig über den Weg und war irgendwie ganz lustig.

https://ojs.ub.uni-konstanz.de/cpa/article/download/4318/4015
THE DEFINITION, DESIGN, IHPLEMENTATION AND USE OF A COMPREHENSIVE SPORTS BIOMECHANICS SOFTWARE PACKAGE FOR THE ACORN ARCHIMEDES 440 MICRO-COMPUTER
R.M. BARTLETT
naitsabes, 25. 06. 2018, 20:25 Link
Danke für die Infos.

Naja. Die Sache ist vermutlich die, dass heute viele Leute "Apps" statt Anwendungssoftware sagen. Obwohl es sich um nichts Besonderes handelt. Früher hat niemand davon gesprochen. Entstanden ist das alles vermutlich wegen dem iPhone. Oder den "pfiffigen" Sprechgeräten allgemein. Die so pfiffig gar nicht unbedingt sind. Kommt drauf an für wen.

Zum Vergleich: Früher haben die Leute halt noch gearbeitet. Also einen gelernten Beruf ausgeführt. Heute wird ja nur noch "gejobbt". Also minderwertige, weil ungelernte oder unqualifizierte Arbeit ausgeführt. Keine Ahnung, warum man heutzutage alles verenglischen muss.

Das kann man jetzt sehen, wie man will. Mich hatte der Begriff "Apps" jedenfalls verwirrt.

Habe mir mal die Diskussionseite vom Eintrag RISC OS unter dem deutschsprachigen Eintrag angesehen. Hatte ich zu spät entdeckt. Mein Gott, da hat man wirklich keine rechte Lust mehr, sich noch an irgendwas zu beteiligen. Den Menschen ist einfach nicht zu helfen.
Isip ay Sustansya, 30. 06. 2018, 16:37 Link
Das ist das, was ich oben mal meinte. Immerhin ist der Artikel ja noch da. Und so schlimm ist die Diskussion ja nun wirklich nicht. Sieh Dir mal die bei politischen relevanten Themen an - das ist manchmal SEHR eigenwillig.

Ich hatte mich mal animiert gefühlt zwei Bildchen zu Deinem Text zu basteln und habe noch was an Text dazugesetzt, nur bemerkenswerterweise scheint sich da niemand angesprochen zu fühlen, das mal gegenzulesen. Gleichermaßen gibt es beim Artikel RISC PC (!click) jetzt noch ein paar add-ons, kann man aber nur lesen, wenn man den "ungesichteten Artikel" in der Leiste oben anklickt.

Strengenommen ist das aber schon ein schönes System, so mit den Klammern für Referenzen und dreifachen Anführungszeichen für Fettmarkierung.
naitsabes, 30. 06. 2018, 19:22 Link
Was ist eigentlich mit dem Acorn-Forum los? Gerade jetzt, wo mal wieder jemand was gepostet hatte (RiscPC). Da kommt nur komische Fehlermeldung zurück.
naitsabes, 02. 07. 2018, 19:53 Link
Ich habe ein ähnliches Problem.
Meine SM-ART-Phones (Blechberry und Huawei P20), Opera und Explorer (WIN 10) geben eine "Endlosliste" "Template Error: Cachefile "..wechselnde.." not found.
Firefox (WIN 10) tut anscheinend klaglos.
Das Forum ist "runderneuert". Da scheint was schief gelaufen zu sein. Meinen "Einwurf" diesbezüglich hat der Moderator noc nicht beantwortet.
Raik, 02. 07. 2018, 21:42 Link
Forum.acorn läuft wieder.
Raik, 03. 07. 2018, 08:45 Link
Man rufe die Datei gpg/conf in !GnuPGUser auf und füge die Zeile

encrypt-to <key-id>

hinzu. Damit werden sämtliche E-Mails, welche mittels GPG verschlüsselt nach draußen abgeschickt werden, ebenfalls verschlüsselt auf der eigenen Platte abgelegt - allerdings mit dem Schlüssel, den man angegeben hat. Und das kann natürlich der eigene sein.

Damit kann man die E-Mails verschlüsselt auf der Platte ablegen und auch wieder entschlüsseln / lesen, wenn man seinen eigenen Schlüssel unter <key-id> angibt.

Damit ist das erste Problem hier schon 'mal behoben. Bei dem Rest bin ich dran...
Isip ay Sustansya, 03. 07. 2018, 18:18 Link
Irgendwie habe ich bei GnuPG den Faden verloren. Was ist das zweite, dritte, ... Problem?

Problem mit Messenger Pro 7: Der NNTP Server meines Providers ist inzwischen mehr offline als online und Messenger mag das überhaupt nicht. Wie kann ich Messenger Pro Zugangsdaten vermittlen. Ich finde nichts. Ich finde auch keine StrongHelp Doku und habe die von der 5er Online genommen.
cms, 03. 07. 2018, 20:25 Link
Ich verstehe das Problem nicht. Für die übertragung der News ist doch !NewsHound zuständig. Wenn der Usenet-Server nicht erreichbar ist, dann ist das zwar ärgerlich. Mehr aber auch nicht.
Isip ay Sustansya, 04. 07. 2018, 19:00 Link
Im Online/IMAP Modus macht das Messenger Pro selber. Für den POP3 Modus müsste ich mit einen zweiten Benutzer arbeiten. Nur kann ich aktuell keinen POP3 Benutzer anlegen. Vermutlich muss ich dafür alles von Messenger vernichten um dann bei Null anzufangen. Und dann kann ich vielleicht IMAP und POP3 via zwei Benutzer machen - vielleicht. Bei Null Doku weiß man das so nicht und die von der 5er ist dann doch etwas alt.
cms, 04. 07. 2018, 20:39 Link
@cms
M.M.n gab es "im Innern" eine StongED Anleitung.
Die ist aber ziemlich ungenau und Dein Problem nicht beschrieben.
Wenn ich mich richtig erinnere muß man sich in !MPro !RemoteNB suchen und das direkt starten um an die Konfigurationsoptionen zu kommen.
Ich hatte vor einiger Zeit ziemlich geflucht und auch mit Andrew gemeckert...
Der Weg über die !MPro Choices geht nur einmal am Anfang...
Raik, 05. 07. 2018, 11:53 Link
Ich habe in dem Archiv gesucht und tatsächlich die "Handbücher" gefunden. Das mit RemoteNB ist die Lösung um Messenger mit konfigurieren NNTP Server wieder zum Arbeiten zu bringen. Aber das ist sicherlich das was ich auch unter Einstellungen bei Messenger selbe bekomme. Ich habe auch versucht für den NNTP Server "User : Passwort @ Server" einzugeben ohne Leerzeichen. Wobei bei mir der Benutzername eine Mailadresse ist. Also doppeltes @.
cms, 05. 07. 2018, 20:25 Link
Ich vergaß: Die Handbücher sind nicht hilfreich und wohl von der 5er "abgeschrieben".
cms, 05. 07. 2018, 20:26 Link
Schrieb ich doch, daß mit den Handbüchern und nein, Du kannst die Einstellungen nicht bei Messenger (bis 7.08 mehr habe ich nicht probiert) selbst vornehmen. Zumindest nicht, wenn schon ein IMAP-Konto eingerichtet ist.
E-Mail-Add als Benutzername geht, zumindest "hintenrum". Habe ich bei einem meiner Konten.
Ich denke ich habe dazu mal was in der News (152?) geschrieben.
Raik, 06. 07. 2018, 09:45 Link
Ich habe einige größere Änderungen an FF_Cut vorgenommen [drück mich]. Player ist jetzt FFplay. Das hat einige Nachteile aber den Vorteil, daß ich die "Zeitlinie" des Videos auslesen und mir somit die Schnittpunkte per Klick holen kann.
Das gamze ist ein wenig DVBCut inspiriert.
Der Pi3 läuft in meinem Pi-Top V1 allerdings an "Kotzgrenze". CPUClock ist schnell im roten Temperaturbereich, trotz Kühlkörper und offener "Haube". CPUClock schaltet dann runter auf 600MHz aber das reicht nicht. Der Pi-Top schaltet bei Überhitzung dann kurz das Bild weg...
Raik, 07. 07. 2018, 21:14 Link
Nachdem ich Probleme mit dem Bezug von MessengerPro 7 gehabt und doppelt gezahlt hatte, bekam ich dafür jetzt halt auch noch MessengerPro 8. Nur: was soll ich damit?

Beim Antworten fällt mir auf bzw. wurde ich darauf hingewiesen, dass MessengerPro 8 zwar UTF8 in den Antworten verwendet, dies aber im Kopf als ISO 8859-1 kennzeichnet... das Elementare, nämlich die Kodierungen, scheint MessengerPro nicht richtig zu machen / zu können. Jedenfalls nicht im Usenet. Was man natürlich und selbstverständlich am meisten verwendet, weshalb gerade das für mich unverständlich ist. (Bei E-Mails wäre es nicht so schlimm.)

Wegen einem neuen Provider stellt sich mir noch eine Frage: Ich brauche ja auch Webspace, damit ich meine Seiten weiter pflegen / betreiben kann.

Bisher lud ich immer alles per FTP rauf. Also unverschlüsselt. Soweit ich weiß, wird FTP aber leider so gut wie von niemanden mehr unterstützt. Kennt irgend jemand Lösungen oder geeignete Provider für mein Problem?

Am liebsten wäre mir ein Provider, der alles anbietet (E-Mail, Webspace, Usenet, IRC usw.). Aber den dürfte es wohl nicht geben.

Oder ich wähle die radikalste Lösung und verzichte ganz auf die Seiten. Den Müll, den ich da bisher produziert habe, wird eh kaum jemanden interessieren...
Isip ay Sustansya, 08. 07. 2018, 10:09 Link
Und wenn das alle denken, daß ihr "Müll" sowieso nicht gelesen würde, dann hat man am Ende ein Internet was nur noch aus Facebook und Amazon besteht ...

(ich beobachte gerade das PrivatSeitenSterben bei SGI Seiten, die scheinen das auch alle zu denken, aber es stimmt nicht)
naitsabes, 08. 07. 2018, 13:26 Link
Bisher funktioniert FTP bei mir noch. Soll sich daran was ändern? Habe nichts gehört/gelesen, mich aber auch nicht gekümmert.

Habe FF_Cut nochmal ein wenig renoviert [klick].
Vielleicht mache ich in den kommenden Tagen noch eine Testversion fertig.
Raik, 08. 07. 2018, 19:39 Link
Kennst Du den Podlove Webplayer ? Das ist ein AudioPlayer für gestreamtes Webradio (click!). Und der hat eine Funktion, die vielleicht für so ein Film Cut Tool auch sehr brauchbar sein könnte. Da kann man nämlich per Click 15sec zurück oder 30sec vorspulen. Ich könnte mir vorstellen, daß das was sehr praktisches wäre, um in einem Film die Cut Marken ordentlich on-the-fly setzen zu können. Film abspielen, wenns interessant wird 15sec zurück und dann Cut klicken, wenns die richtige Stelle wieder erreicht. Ist halt nicht superexakt, aber möglicherweise vom Bedienkomfort her besser, als Zahlenjonglieren oder irgendwelche Prozentbars zum Schieben. Einfach mal probieren, ob's gefühlt was brauchbares sein könnte.
naitsabes, 08. 07. 2018, 20:13 Link
FFPlay kann 10s, 1min, 10min und frameweise... wie im Hilfefenster zu sehen.
Das kann ich leider nicht beeinflussen aber es ist genau und relativ gut zu nutzen.
Ich werde die ffplay Doku nochmal wälzen, die shortcuts sind aber wie sie sind.
Raik, 08. 07. 2018, 21:19 Link
Na dann paßt das ja schon. Mir ging es nicht um die Zeiten als solche, sondern um das "kurzes Stück zurück" Konzept.
naitsabes, 09. 07. 2018, 13:29 Link
Für sowas verwende ich ein Tonbandgerät. Da ich Sprachen lerne, muss ich immer wieder vor- und zurückspulen. Und am besten geht das mit einem _analogen_ Tonbandgerät. Zumindest meiner Erfahrung nach. Denn da geht das beliebig und stufenlos. Bei dem ganzen Digizeugs eben nicht. Da geht's nur in Stufen. Damit zu arbeiten, das habe ich inzwischen nahezu völlig aufgegeben.

Gleiches gilt für die Lautstärkeregelung. Analog ist da wohl am besten. Leider gibt es viele digitale Geräte heutzutage (MP-Spieler usw.), wo Stufe 0 aus ist, Stufe 1 aber schon zu laut. Und dazwischen kann man nix einstellen. Verdammt noch mal.

Und unter RISC OS gibt's da wohl nicht wirklich viel für Mediumbearbeiten... die beiden Videos allerdings habe ich rein auf dem RPI erzeugt.
Isip ay Sustansya, 09. 07. 2018, 18:51 Link
Hallo Alexander, manchmal schlage ich beide Hände über dem Kopf zusammen wenn ich was von Dir lese. Aber Du triffst auch oft den Nagel auf dem Kopf. Hier ein einfaches Beispiel für Deine Aussage: "Da geht das beliebig und stufenlos. Bei dem ganzen Digizeugs eben nicht. ... Gleiches gilt für die Lautstärkeregelung. Analog ist da wohl am besten."

Ich liebe analoge Lautstärkepotentiometer. Denn wenn ich
am Computer die Lautstärke regle, dann kann er das nur digital also
ausschließlich durch Reduktion der Auflösung (Bits). Das analoge Poti
reduziert niemals die Auflösung.

Wir reduzieren die Lautstärke stark digital und das nun sehr
leise Signal verstärken wir wieder auf hohe Lautstärke. Eine extreme
Klangverschlechterung!

Wir reduzieren die Lautstäre ebenso stark analog und das nun sehr
leise Signal verstärken wir wieder auf hohe Lautstärke. Praktisch null Unterschied!*

*Minimalstes, materialanhängiges Rauschen wird durch den Widerstand erzeugt.
Markus, 10. 07. 2018, 08:56 Link
Digitale Audiotechnik, das unbekannte Wesen...

Selbstverständlich reduziert auch ein analoges Lautstärkepoti die "Auflösung" in exakt demselben Sinne wie es eine vernünftige digitale Lautstärkeregeulung tut. Und wenn das "leise" analoge Signal wieder verstärkt wird, wird das Rauschen eben mitverstärkt. Da beim leisen Signal der Signal-Rauschabstand schlechter gemacht wird, ist das verstärkte leise Signal nicht mehr "dasselbe".

Vernünftige digitale Lautstärkeregelung funktioniert quasi genauso. Man muss sich halt klar machen, dass "vernünftig" nicht mit "Grundrechenarten" realisierbar ist - genau dann funktioniert digitale Lautstärkeregelung so schlecht, wie von Markus beschrieben. Man braucht schon Fourier und "Magie" wie Noise Shaping und Dithering.

Digital hat man halt den Vorteil, dass man typische analoge Probleme wie Gleichlaufprobleme beim Stereo-Poti oder Kratzen durch Staub im Poti oder das unvermeidliche Rauschen komplett umgehen kann. Und man hat keinen Nachteil. WENN es vernünftig gemacht ist.

Studiotechnik ist heutzutage komplett digital für alles was Aufnahme/Mischen/Abspielen angeht - jedes natürliche analoge Signal wird so früh wie möglich digitalisiert. Das würde wohl kaum so sein wenn die beschriebenen Nachteile inhärent wären.
hubersn, 10. 07. 2018, 16:44 Link
Vermutlich wird Studiotechnik auch nicht mit 16 Bit, wie bei der Audio CD, arbeiten.
cms, 10. 07. 2018, 16:51 Link
Oh je... Typisch! Einfach mal die Sachen vermatschen: Normaltechnik und Studiotechnik. Dann das Rauschen eines Potis hochreden, noch ein bischen Schmarrn dazu und schon hast Du scheinbar prima Gegenargumente zusammen geschustert. Qualitativ aber nichts relevantes was meine Darstellung widerlegen würde.

"jedes natürliche analoge Signal wird so früh wie möglich digitalisiert. Das würde wohl kaum so sein wenn die beschriebenen Nachteile inhärent wären." Aber sicher, heutzutage wird sehr viel Blödsinn gemacht.
Markus, 10. 07. 2018, 16:59 Link
Also, eigentlich wollte ich hier keine Diskussion anstoßen. Aber es ist einfach so: Ich hatte damals, vor über 20 Jahren, ein Tonbandgerät gekauft. Das arbeitet analog. Und ich hatte wirklich viel ausprobiert (am Computer, CD-Player, MP3-Player). Aber nichts, wirklich rein gar nichts kam von der Bedienung und vom Praktischen her auch nur annähernd an das gute alte Tonbandgerät ran. Das ich fast täglich verwende, um Sprachen zu lernen. Vielleicht habe ich bisher auch einfach nichts besseres gefunden. Keine Ahnung. Aber beim Digizeugs gibt's leider ganz viel, was mich stört.

Ein anderes Beispiel sind die Pflegebetten vom Altenheim meiner Mutter: die alten Pflegebetten wurden durch neue entsorgt und nach Rumänien gespendet. Anruf von dort: wie sich denn die Betten rauf- und runterstellen lassen. Antwort: Mit der Fernbedienung. Ist doch klar. Frage: ob sie denn nicht wissen, dass sie in Rumänien nicht immer Strom zur Verfügung haben.

Oder warum lassen sich heutzutage bei den Autos die Windschutzscheiben nicht mehr einfach herunterkurbeln? Warum braucht man hierfür immer gleich komplizierte Elektronik?

Warum muss sich der Mensch durch Technik alle Arbeiten abnehmen lassen (wie z. B. automatisch öffnende Garagentore), gleichzeitig aber ins Fitness-Studio gehen, weil er übergewichtig ist?

Oder warum verfügen normale SmartPhones weder über eine (eingebaute) Tastatur, noch über einen Stift? Ich frage mich, was man eigentlich damit soll. Ich kann (ohne Zubehör) weder einen Text vernünftig damit eingeben oder mir mit dem Stift irgendwelche Notizen machen. Und zum Telefonieren ist das Zeugs eh meist zu unhandlich; vor allem, weil man ohne Headset nicht gleichzeitig auf den Bildschirm schauen und arbeiten kann.

Oder warum kann SolidWorks keine PDFs einlesen? Oder warum kann man unter Windows 10 noch immer die POP-UP-Menüs nicht offen halten, wenn man einen Menüpunkt anwählt. Sowas geht unter RISC OS schon seit gut 30 Jahren... und da sind wir bei dem Punkt.

Gut, manchmal kann ich es einfach nicht lassen, mich absichtlich blöd anzustellen. Vielleicht ist es das, was Markus gemeint hat. Aba ist halt meine Art, mich zu wehren. Und nicht im Gleichschritt mit den anderen zu tun.

Naja. Ich würde jedenfalls mal vorsichtig sagen, dass wir irgendie "übertechnologisiert" sind. Da ist ein gewisser Punkt inzwischen überschritten, so dass die Technik eher mehr Arbeit macht als noch hilft.

Und RISC OS gefällt mir halt so gut, weil es sich noch auf das Wesentliche beschränkt. Von der Handhabung her ist es einfach halbwegs durchdacht und praktisch.
Isip ay Sustansya, 10. 07. 2018, 18:48 Link
Lieber Markus, erkläre einfach warum die rein digitale Lautstärkeregelung meines AV-Receivers über einen dramatisch großen Lautstärkebereich einwandfrei funktioniert und dazu fürs menschliche Ohr auch noch absolut stufenlos.

Wenn Du das nicht kannst, liegt es mit aller Wahrscheinlichkeit daran, dass Du digitale Audiotechnik nicht vollumfänglich verstanden hast. Mach' Dir nix draus, ich auch nicht, aber deswegen verneine ich nicht offensichtlich vorhandene technische Implementierungen. Wohlgemerkt: ich rede von nullachtfünfzehn-superbillig-Heimtechnik. Der Hinweis auf die Studiotechnik dient nur exemplarisch dem Nachweis "es geht auf jeden Fall, und das müsste jedem sofort intuitiv einleuchten".

Und die Samplebreite - 16bit oder 24bit oder was auch immer - hat mit Lautstärkeregelung genau gar nichts zu tun. Sonst könnte man ja (je nach "Grundrechenart", die man der Digitaltechnik zubilligt) die Lautstärke nur in ganz wenigen Stufen "digital" regeln. Ja, man kann natürlich die Lautstärke auf Ebene des einzelnen Samples regeln, mit primitivsten Rechenmitteln. Aber das ist ja genau mein Punkt - man kann, muss aber nicht.

Mal ein Beispiel: heute wird bei Gesangsaufnahmen spätestens am Microeingang des Mischpultes digitalisiert. Am Ende des Masterings findet ein Pegelabgleich statt. Wo genau höre ich im Endergebnis nun die postulierte extreme Klangverschlechterung, die der Digitaltechnik ja angeblich inhärent gegeben ist? Blödsinn wäre es ja nur, wenn das Endergebnis scheiße wäre. Das ist es aber nur bei Alexanders MP-Spieler.
hubersn, 10. 07. 2018, 19:02 Link
Bei mir ging's eigentlich nur um die Bedienung.

Heute konnte ich 'mal probeweise ein CD-ROM-Laufwerk (eigentlich ein DVD-Schreibgerät) an den RPI anstopseln. Funktionierte auf Anhieb. War relativ überrascht, weil auf der Verpackung weder was von RISC-OS- / noch Windows-7-Kompatibilität stand. Mich irritiert auch, wie wenig diese Sachen heute kosten (Festplatten, Laufwerke). Aber auch wieviel Plastik verbaut wird. Da war ich von früher was anderes gewohnt.
Isip ay Sustansya, 12. 07. 2018, 19:09 Link
Es gab doch irgendwo eine Ableitung, wie man alte RO 3.1 Rechner ins Netzwerk kriegt, würde gerne jemand helfen. Nur kann ich mich nicht mehr an die einzelnen Schritte erinnern. Funktioniert zwar nach wie vor problemlos bei meiner alten Kiste aber was ich damals alles brauchte, hab ich lang vergessen. Ich neine das fand sich hier bei ArcSite aber leider unauffindbar.
Patric, 12. 07. 2018, 19:52 Link
https://www.arcsite.de/magazin/praxis/lan/index.html
Da vielleicht ?
naitsabes, 12. 07. 2018, 19:54 Link
https://www.arcsite.de/magazin/praxis/socketeer/index.html
Oder das ?
naitsabes, 12. 07. 2018, 19:59 Link
Im Prinzip ist das mit dem Netzwerk ganz einfach, wenn man ein geeignetes Ethernet-Podule hat. Universal Boot verwenden und dann "wie RISC OS 3.7" konfigurieren. Im Detail braucht man das Internet-Modul (TCP/IP-Stack, manchmal im Podule-ROM drin), den DCI4-Etherxxx-Treiber für das Podule (meist schon im Podule-ROM drin) und ein Name-Resolver-Modul (bevorzugt "Resolver", es gibt aber auch andere).

Dann muss man nur ein paar Systemvariablen setzen und die Module entsprechend aufrufen, und schon läufts. Mit dem "Universal Boot" kann man es aber über !Configure auch grafisch konfigurieren. Natürlich nur statische IP, und Gateway und Nameserver von Hand setzen und so, aber das läuft dann.

Eine Alternative wäre die ANT Internet Suite, wo es das ganze "all in one" gibt. Oder die alte Browse-CD von Acorn, das war auch alles RISC OS 3.1-kompatibel.
hubersn, 12. 07. 2018, 21:02 Link
Die Links in den ArcSite-Artikeln zum Acorn-FTP-Zeugs sind wohl nicht mehr gültig, hier andere:

Universal Boot für RISC OS 3.1: http://riscos.com/ftp_space/310/index.htm

Acorn Browse CD: https://www.4corn.co.uk/articles/cdrom/ - nur ein Torrent-Link, vollständiges ISO finde ich gerade nicht, nur die zeitgleich erschienene Java-CD https://archive.org/details/cdrom-riscos-riscafe
hubersn, 12. 07. 2018, 21:13 Link
Dank Euch, vor allem der „RO im Lan“ link war der gemeinte und dann noch „Dateien im Netz teilen“. Hatte ich bei der Übersicht nicht gefunden. Uni-Boot ohne funktionierendes Netzwerk mittels 1.44 MB Disketten auf den Rechner zu bekommen war damals eine Herausforderung. Zum Glück hatte das jemand passend auf seinen Server gelegt. Bei den Modules brauchte man zT auch neuere aber nicht zu neue, was auch wenig hilfreich war. Meist ist nicht ersichtlich, welche Version gebraucht wird und welche auf welcher Hardware läuft. Quasi das Gleiche wie bei der PackMan Diskussion auf ROOL.
Manches klappt auf einer 4MB RAM Maschine such nicht so ideal, was vorliegend das Hauptproblem zu sein scheint, bei den ganzen Modules bleibt kaum noch Platz für die eigentliche User Software. Ich hab auch nie rausgefunden, wie ich komfortabel auf Samba shares auf der NAS zugreifen kann. LanMan98 klappt nicht. Angeblich funktioniert eine ältere Version von Omni aber damit hatte ich kein Glück. Mit FTP geht‘s, ist halt etwas altbacken.
Patric, 12. 07. 2018, 23:35 Link
PS: ich hatte damals mein Glück mit diversen britischen Anleitungen versucht aber keine von denen funktionierte für mich. Hatte mit deren Internetanbietern zu tun, auf die due Anleitungen zugeschnitten waren. Die ArcSite Tipps funktionierten hingegen quasi auf Anhieb. ;-)
Patric, 12. 07. 2018, 23:38 Link
Ein wirklich cooles Projekt wäre ein RISC OS 3.2x, wo eine letzte prä-RiscPC-Version mit den aktuellsten Modulen zusammengekloppt wird. Im Stardot-Forum gab es da mal eine Diskussion, aber man verlor sich in Details und "was brauchen wir alles" und "was wäre schön" und "was lassen wir weg".

M.E. wäre 3.11 plus Universal Boot cool, aber man müsste wahrscheinlich wegen der Größenbeschränkung auf 2 MiB und der Größe der Toolbox-Module auf Edit, Draw und Paint verzichten. Aber lieber Anwendungen softloaden als OS-Module.

Zwingend wäre auch Jon Abbotts ADFS-Patch, damit mehr IDE-Zeugs richtig funktioniert.
hubersn, 13. 07. 2018, 15:36 Link
Ich hatte meinen A4 mal umgefrickelt... 2GB Platte EADFS = 4x 512MB und dann Kram vom Risc PC "eingemischt". !PDF lief damit, mein Nokia als Modem und noch anderes Zeuchs, das sonst unter 3.11 nicht funktionierte. Die Toolbox hatte ich zumindest teilweise dabei.
Meinst Du sowas?
Raik, 13. 07. 2018, 20:56 Link
Ich streue mal ein wenig [klick]... ;-)
Raik, 13. 07. 2018, 21:51 Link
Wenn der RPi mal wieder am Netz ist, werd ich's mal probieren.

Zu RISCOS 3.2x : Wofür wäre das dann gedacht ? Insbesondere wenn es 2MiB Begrenzung haben soll, klingt das ja als ginge es um "echte" ROMs. Und ist nicht das Classic-ROS (qubeserver.com) bereits sowas in der Art, wo man das als CD inkl. Tools runterlädt.
naitsabes, 14. 07. 2018, 12:59 Link
Ja, natürlich "echte" ROMs für die "echten" Maschinen. Auf dem Emulator ist das ja sinnfrei, da stellt man das RAM auf 16 MiB und hat keine Probleme :-)

Wenn man (warum auch immer) beispielsweise Netzwerk und Internet auf den alten Kisten haben will, wird halt schnell aufgrund der vielen notwendigen Softload-Modulen von Internet-Stack über Toolbox bis zu einer aktuelleren SharedCLib und dem Nested WIMP und NewLook der Speicher etwas eng. Da die allermeisten Module problemlos ROM-fähig sind ist das eine elegante Art Hauptspeicher zu sparen.

Dazu kommt die ADFS-IDE-Situation - aufgrund eines Bugs (man ist sich nicht einig ob im ADFS oder in den IDE-Geräten, die sich nicht mehr an die schon 1990 veralteten Vorgaben halten) kann man ans interne IDE nur die wenigsten "interessanten" Geräte anklemmen, und die Auswahl wird immer dünner - wäre es nicht schön, wenn man per Wald-und-Wiesen-SDCard-To-IDE-Adapter mal schnell ein wenig Festplatte nachrüsten könnte? MIt dem gepatchten ADFS geht das. Wenn man das softloaden will, darf man von Diskette booten - super Idee. Ein weiterer Grund für ein neues ROM.

Natürlich ist wie immer die Frage - inwiefern ist das dann noch Retro? Und könnte nicht stattdessen jemand "mal schnell" einen Quad-MEMC1a in einem FPGA nachbauen, den man mitsamt 16 MiB einfach statt des originalen MEMC1a einstöpseln kann? Oder jemand baut endlich mal ein Multi-I/O-Podule mit IDE, 2x seriell, USB, PS/2 usw.? Projekte gäbe es sicher genug.
hubersn, 14. 07. 2018, 13:21 Link
Und zum "Classic RiscOS" vom Qubeserver: gefällt mir nicht besonders. Ein Haufen Zeugs, eine superkomplexe Bootstruktur mit überflüssigem Schnickschnack, nicht kompatibel zum UniBoot (und damit muss man für !Browse und Konsorten dann doch wieder nachfrickeln), und ein sehr entspanntes Verhältnis zum Copyright insgesamt. Dazu sehr spiele- und demolastig, wovon die Hälfte aber auf meinem guten A3000 aus welchem Grund auch immer nicht unfallfrei funktioniert.

Gott sei Dank konnte ich meine 100 MB Quantum-SCSI-Platte von damals wieder retten, da fühlte ich mich dann wieder direkt zuhause :-)
hubersn, 14. 07. 2018, 13:31 Link
Also daß es das Multi-IO Podule nicht gibt wundert mich eigentlich auch schon seit langem. Immerhin gibt es da ja diesen in quasi jedem PC verbauten Chip (Winbond), der das alles mitbringt und wahrscheinlich spottbillig zu bekommen ist. Das wäre so um 2000-2005 herum eine SuperAufrüstoption gewesen mit wahrscheinlich viel Potential im RISC PC Lager. Heute sieht das wieder anders aus, da wäre wahrscheinlich das Hauptargument der Floppyanschluß und der IDE Kontroller.

Fang doch mal auf dem Blog eine Liste an, wo Du lediglich rein schreibst, was in so ein ROM mindestens rein müßte, evtl. ergänzt um wünscheswertes. Am Besten in english und erweiterbar durch Kommentare. Vielleicht wartet man in UK ja nur auf so eine Anregung von außen und lesen würden es dort vielleicht schon ein paar Leute. Strenggenommen gibt es ja sogar eine Firma (RISC OS Ltd.)(oder A4?) die möglicherweise Interesse hätten sowas dann tatsächlich herzustellen, wenn sie's einfach nur hernehmen und bei Auftrag "brennen" müßten.
naitsabes, 14. 07. 2018, 15:20 Link
Hm... jetzt habe ich seit einigen Wochen den neuen E-Mail-Provider am laufen. Der bietet aber leider nur TLS /SSL an (sowas von unverschämt!). Wenn ich meine E-Mails mit !Hermes abhole, kommt es zuweilen vor, dass Teile der E-Mail fehlen. Einfach abgeschnitten. Rest fehlt. Ist das normal? Hat außer mir noch jemand Probleme?
Isip ay Sustansya, 15. 07. 2018, 18:02 Link
Nicht wirklich aber für meinen A4000 mußte ich mir eine Lösung suchen, die ohne Transportverschlüsselung auskommt. smart mail ermöglicht auch das klassische Pop Zeug ohne alles und funktioniert soweit prima. Logischerweise benutze ich das nicht als Hauptpostfach oder für „wichtige“ Mails. Immerhin kann ich so Druckaufträge via ePrint abschicken und mir einen Newsletter abholen.
Patric, 16. 07. 2018, 00:03 Link
Nein, da ist was anderes passiert. Die einzige Version von !Hermes, die ich finde, ist die 2.00. Obwohl es bereits eine Version > 5.00 gibt und ich die auch schon einmal gehabt hatte. Allerdings finde ich die nicht mehr. Keine Ahnung, wo die hingekommen ist.
Isip, 16. 07. 2018, 18:54 Link
Und dann noch einige Fragen an die Gemeinschaft da draußen... inzwischen laufen ja auch 1 CD-Laufwerk + 1 Festplatte am RPI, beide jeweils unter RISC OS und mit USB-Anschluss. Nun ist es so, dass ich die Festplatte vor dem Gebrauch mit !HForm formatiert habe, damit ich keine Probleme mit Kodierungen bekomme. Außerdem habe ich eine Boot-Partition eingerichtet und die entsprechenden Dateien da raufkopiert (wie auf SD-Karte), wobei ich aber gar nicht weiß, ob ich die eigentlich brauche. Zumindest benötigt mein RPI noch immer die SD-Karte zum Booten. Die !Boot-Anwendung wird - auch dank eurer Hilfe hier - aber generell von der Festplatte geladen und gestartet.

Mein Problem ist: Wenn ich mit Auswahl (Select) auf das Symbol der Festplatte auf der Symbolleiste zeige und klicke, erscheint ein Fenster mit dem Inhalt der Boot-Partition, also Fat32fs::PiBoot.$. Um SCSI::HardDisc4.$ zu bekommen, muss ich jetzt leider mit der Spezialtaste (also Adjust) klicken. Das ist genau anders herum wie ich es erwarten würde, weil ich ja SCSI::HardDisc4.$ viel häufiger benötige als Fat32fs::PiBoot.$ (bzw. letzteres eigentlich gar ned). Gibt es eine Möglichkeit, dieses Verhalten zu vertauschen? Und das nur für dieses eine spezielle Symbol bzw. Laufwerk? Kann sein, dass ich schon einmal auf sowas hingewiesen worden bin. Aber ich finde es nicht mehr und kann mich nicht wirklich erinnern.

Dann habe ich heute noch NetFetch 5 Deluxe bekommen. Das hat mich insofern fasziniert, weil in dieser Version die absolut besten Webbrowser !Phoenix und !Browse enthalten sind.! Außerdem ist !Messenger enthalten. Angeschafft habe ich es aber wegen der neuesten Version von !Hermes (welches ganz versteckt in !NetFetch.Apps liegt - ich verwende !NetFetch überhaupt ned). Das SecurityModule ist übrigens die Version 1.05 vom 14. April 2018. Das muss ich mir jetzt noch näher angucken... Vielleicht haben die da wirklich was gemacht. Schade ist nur, dass man nie wirklich was drüber erfährt. Ich kam ja auch nur durch Zufall drauf, dass es eine neue Version von !Hermes gibt (die in !NetFetch enthalten ist). Ein Kreuz ist das.
Isip ay Sustansya, 18. 07. 2018, 19:24 Link
Öffne mal das Modul (bei mir !Messenger.Servers.!RemoteNB.Secure) in einen Editor. StrongED am besten auf BaseModus schalten. Dann suche nach "OpenSSL" und schon wird "OpenSSL 0.9.8a 11 Oct 2005" erscheinen. Bitte bestätigen.

Ein paar Zeichen weiter sehe ich gerade "ALL:!ADH:+RC4". Also Alles, aber kein ADH aber RC4. RC4 ist seit langer, langer Zeit unsicher. In Webservern konnte man das mit dem Supportende von XP endlich auch abschalten.
cms, 18. 07. 2018, 20:02 Link
Soweit ich weiß ist das secure Module nicht wirklich neu sondern nur von Jeffrey "handgepatched" damit es weniger zickig mit den neuen Kisten tut.
Raik, 18. 07. 2018, 21:20 Link
SecureSocket 1.05 (14 Apr 2018): ... OpenSSL 09.8a 11 Oct 2005... Verstehe ich nicht. Ist so wie cms schrieb. Wenn die ohnehin schon ein neues Modul machen, warum nehmen sie dann nicht einfach gleich die neuen Bibliotheken her? Das ist doch widersinnig. Und wenn ich dann die Handvoll SWIs von SecureSockes mit der Vielzahl von Funktionen von GnuTLS Vergleiche. Bäh... Kapiere ich nicht.
Isip ay Sustansya, 19. 07. 2018, 18:34 Link
Es hat ja keiner ein neues Modul gebaut sondern das alte händisch überarbeitet. Dazu braucht es keinen Quellcode sondern nur das alte Module. Willi Theiss kann sowas, Jeffrey auch... Keine Ahnung wer noch. Ne handvoll vielleicht? Ich in hundert Jahren nicht.
Raik, 19. 07. 2018, 20:35 Link
Das Problem an "SecureSockets" ist ja, dass es auf uraltem OpenSSL basiert und dieser Sourcecode stark verändert wurde, um ihn in "SecureSockets" zu integrieren. Deshalb ist es eben sehr aufwändig, "einfach mal so" eine aktualisierte Version von OpenSSL zu verwenden - liegen immerhin 13 Jahre Codeänderungen dazwischen, die man alle nachvollziehen muss und auf RISC OS-Belange ggf. anpassen muss, damit sie überhaupt in einem Modulkontext laufen.

Das ist eben der Preis, den man für "ich mache eine ganz andere Integration als der Rest der Welt auf einem Betriebssystem das ganz anders tickt als die gängigen Betriebssysteme" zahlt. Im Prinzip dasselbe Problem wie beim IP-Stack, der noch deutlich älter ist und wo man auch nicht "schnell mal" den aktuellen BSD-Stack integrieren kann. Auch der USB-Stack ist ein entsprechendes Beispiel.

Hätte man ausreichend Entwickler-Manpower, wäre das Problem deutlich abgemildert und man könnte viel mehr in fremden Revieren wildern. Potenziell portierbare Open Source gibt es reichlich.
hubersn, 20. 07. 2018, 12:38 Link
Na ja. Da sind wir dann wohl bei einem Dilemma angekommen. Ich benutze RISC OS ja gerade deshalb (noch), weil es eben NICHT so ist wie der Rest der Welt. Sonst hätte ich keinen Grund dafür. Und portierte Software ist anscheinend immer arschlangsam. Zumindest, wenn ich Raspian mit RISC OS vergleiche.

Dass man die Bibliotheken nicht einfach einbinden und ein Modul daraus stricken kann, das habe ich auch gemerkt. Obwohl ich ja nichts weiter möchte, als dass bei einem SWI-Aufruf genau diese Funktionen angesprungen werden soll.

Es gibt da noch die Geschichte mit den !SharedLibs in !Boot.Resources. Da finden sich auch einige Dateien mit ssl im Dateinamen. Und in der Datei findet sich irgendwo OpenSSL 1.0.2k 26 Jan 2017. Ist das dann neuer? Mir hat noch immer niemand erklärt, wie man das nutzen kann. In den PRMs von Acorn habe ich jedenfalls nichts darüber gefunden. Sowas ist dann schade.
Isip ay Sustansya, 20. 07. 2018, 14:02 Link
Alles in SharedLibs kann nur von GCC-kompilierten Sachen neueren Datums mit ELF genutzt werden. Wie man den GCC nutzt, sollte ausreichend dokumentiert sein.

Das steht nicht in den PRMs, weil Acorn sowas modernes nie implementiert hat und stattdessen die Community diesem jahrzehntelangen Mangel abhelfen musste.

Man mag zu portierter Software stehen wie man will, aber oft genug (siehe SSL, IP-Stack, USB) gibt es nur die Alternative "die oder keine". Und wenn man sich bei den Portierungen auf die Bibliotheken beschränkt und nicht ganze Anwendungen portiert, bleibt das RISC OS-Feeling doch weitgehend erhalten. Das Problem ist halt, dass immer mehr Bibliotheken moderne Betriebssystemkonzepte wie Multithreading voraussetzen und ihrerseits zudem auf zig weiteren Bibliotheken basieren, die oft wiederum nicht so einfach zu portieren sind. Die Faustregel ist inzwischen leider so: je technisch besser eine Bibliothek implementiert ist, desto schwieriger ist eine Portierung auf RISC OS.

Oft sind deshalb einfach gestrickte Bibliotheken aus der Embedded-Welt für RISC OS passender. mbedTLS statt OpenSSL zum Beispiel.
hubersn, 20. 07. 2018, 14:55 Link
Zum vorherigen Thema "Netzwerk unter RISC OS 3.1" bin ich gerade noch über einen Link gestolpert, der es mit und ohne UniBoot erklärt:

http://www.georg-basse.de/retro/tcpip-acorn-riscpc/
hubersn, 20. 07. 2018, 15:49 Link
Mit RISC-OS-Feeling allein hat das leider nichts zu tun. Die Bedienung geht unter RISC OS oft einfach schneller, einfacher und zudem ist das Konzept wesentlich klarer (aufgeräumter). Wie die Geschichte mit den !Ordnern. Woanders blicke ich da nicht so leicht durch. Wo was ist. Das System ist viel transparenter.

Das heißt aber dann wohl auch, dass man !SharedLibs weder von DDE, Assembler, noch von BBC Basic aus nutzen kann, oder? Damit stehen viele Programmierer schon wieder außen vor. Denn das ist eine gewaltige Einschränkung. Damit lassen sich die !SharedLibs z. B. von !POPStar wieder nicht nutzen.
Isip ay Sustansya, 20. 07. 2018, 19:52 Link
Bei (!click) gibt es einen schönen Abschnitt zum Thema "eigenes RISC OS ROM 3.1x".
naitsabes, 20. 07. 2018, 21:37 Link
Mal was ganz anderes, aber auch Thema "klassisches RISC OS 3.1x". Ich arbeite seit ewigen Zeiten (zwei Jahre?) an einer Art Tutorial, um nicht-RISC OS-Kennern den Einstieg in klassisches RISC OS zu erleichtern, sei es auf der alten Archimedes-Hardware oder auf MIST/MISTer oder mithilfe eines Emulators.

Aus aktuellem Anlass (RISC OS-unbedarfter Nutzer will den Archimedes-Core auf seinem MIST ausprobieren) habe ich den Text überarbeitet und auf meinem RISC OS-Blog als Seite veröffentlich, als Draft und Work-In-Progress.

(!Klick) führt Euch zu dieser Seite. Ich bin weder mit der geplanten Struktur noch mit den jetzigen Inhalten so richtig glücklich. Immer wenn ich über eine Sache schreibe kommen mir zig andere in den Sinn, die man jetzt auch dringend erklären müsste. Und so entsteht immer mehr Text und ich habe das Gefühl, dass die eigentliche Essenz für den durchschnittlichen nicht-RISC OS-Wissenden verborgen bleibt. Ich habe aber auch noch keinen stringenten Weg gefunden, die RISC OS-Besonderheiten sozusagen linear aufeinander aufbauend zu erklären. Zudem tue ich mich schwer, ob ich mich nun auf die Nutzer originaler Hardware oder auf Emulator-Nutzer beschränken soll oder ob man alles in einem Aufwasch erledigen kann. Und dann die Frage, ob man Konzepte "für sich" erklärt oder im Kontrast zu anderen Betriebssystemen.

Feedback erwünscht.
hubersn, 21. 07. 2018, 20:36 Link
Ich habe auch den Thread auf Stardot gefunden, wo es um "RISC OS 3.20" ging. Doch alles sehr viel komplizierter als ich in Erinnerung hatte...
hubersn, 21. 07. 2018, 22:51 Link
Die erste Frage wäre halt - wer soll das lesen ? Und da kommen in erster Linie Leute in Frage, die sich sowas neu und (erstmal) probehalber aufsetzen wollen. Deshalb ist es sinnvoll am Anfang die Teile Emulation - MIST - Altrechner schön zu trennen, bis zu der Stelle, wo das System dann läuft (ich würde da Hauptkapitel draus machen). Und ganz wichtig, entweder ganz vorn drauf hinweisen wo man hinblättern muß, damit's losgehen kann oder die Einführung und die Motivation etc. nach hinten verschieben. Der Fokus gehört auch eher in die Zukunft und nicht sosehr nach rückwärts, evtl. mit der Option auf aktuelles RPi System etc.

Dann fehlen dem Text eindeutig Bilder. Die "Besonderheiten" und die "Essenz" erschließt sich letztlich aber sowieso nicht über Texte, sondern nur über Probieren. Und dafür ist es gut, wenn der Text vorher so schön gegliedert ist und die einzelnen Aspekte (Maus, Filemanager, Anwendungen) auch einzeln beschreibt (Kap.3). Dann taugt er evtl. später auch mal als Nachschlagewerk, sofern es vollständig ist.

Kap5 kann entweder ganz weg, oder als letztes oder nur kurz geschrieben werden. Da ist eher wichtig zu erwähnen, daß die Dateiformate dieser Programme wichtig sind und viel "Konsitenz" im System herstellen.

Gut wäre dagegen ein Kapitel über den !System Ordner und was man da findet. Ebenso was die Unterschiede zu UniBoot etc. sind. Auch !Fonts und !Scrap gehören da mit rein.

Kap6 ist GAAANZ wichtig. Essentiell um erstmal was mit dem $Gerät zu machen. Könnte gerne zwischen dem AufsetzenKapitel und dem Beginn der RISC OS Erläuterung stehen.

Statt komische Sachen nur im Troubleshooting (was aber auch sein muß) zu beschreiben, macht es evtl. Sinn ein Kapitel "Booten" zu beschreiben. Wenn man das weiß, erklärt sich dann manch komisches Verhalten, was man sonst nie kapiert. Die Diskettenhand etwa.

Ansonsten: Der Textstil paßt m.E. gut. Relativ kurz und das wichtigste erwähnt. Sachen gut verlinkt, an Stellen wo's paßt. Die ROMs direkt zu verlinken, kannst Du Dir sparen, das finden die Leute schon, wenn sie die Seiten anderswo ans Herz gelegt bekommen.

Anwendungen, Games, Demos extra wäre auch gut und mit einer Sonderabteilung empfohlener Tools.
naitsabes, 21. 07. 2018, 23:31 Link
Und weils so cool ist und vom Namen grad paßt - Sound on (click!)
naitsabes, 21. 07. 2018, 23:37 Link
@naitsabes

Danke fürs Feedback. Die Frage der Zielgruppe ist sicher entscheidend, in meinem Kopf ungeklärt und vermutlich deshalb versuche ich was "universell nützliches" draus zu machen, damit wird es letztlich entweder zu ambitioniert oder zu unübersichtlich. Deshalb will ich eigenlich auch nicht die Kurve zum RPi mit RO5 fliegen, obwohl einige Teile des Textes sich noch anders anhören. Die Thematik zerfasert dann m.E. zu stark. Wer mit dem klassischen Zeugs Geschmack an RISC OS findet, wird mit RO5 eh klar kommen (sofern endlich mal jemand die ultimative Anleitung schreibt, wie man das Zeugs installiert bekommt!).

Begonnen hat die Idee mit "wie motiviere ich MIST-Besitzer, sich diesen Archimedes-Core mal anzuschauen". Um dieselbe Zeit habe ich in diversen Foren und bei der CC2016 Interessierten geholfen, ihre Probleme mit Acorn-Hardware sowie RISC OS-Emulatoren zu lösen, und teilweise auch erst mal das System vorzustellen. Die Fragen und Probleme waren natürlich letztlich immer dieselben, und ich habe im Netz keine gescheiten Tutorials gefunden - die meisten Inhalte sind Risc PC-lastig oder auf RISC OS 4 oder gar 5 gemünzt.

Als ich dann anfing - erstmal MIST-zentriert - wurde schnell das Thema "Datenaustausch" akut. Wie macht man ein Floppy-Disc-Image? Natürlich mit Arculator. Und schon waren die Emulatoren sozusagen inhärenter Bestandteil des Plans.

Die Idee mit der Trennung am Anfang nach Zielsystem ist denke ich gut - ich muss mich vom Gedanken der vollständigen Vermeidung von Redundanzen einfach lösen. Das geplante Kapitel 6 könnte daran anschließen - also quasi "Voraussetzungen schaffen, um einen RISC OS-Desktop zu sehen", dann generisches Tutorial allein basierend auf den ROM-Inhalten um die !Boot-Problematik zu umgehen, dann systemspezifisch "Software einspielen", und dann in die Details.

Kapitel 5 hätte ich genutzt, um Datentransfer per D&D zwischen Anwendungen zu zeigen. !Edit, !Paint und !Draw eignen sich da sehr gut. Auch Speichern/Laden, Multi-Document usw. lässt sich da gut am lebenden Beispiel erklären.

Bilder - da habe ich im Moment noch keinen Plan. Ich will eigentlich erst den Text einigermaßen finalisieren und herausfinden, an welcher Stelle Bilder wirklich nützlich sind (der Klassiker ist sicherlich die Erklärung, wie ein Fenster unter RISC OS aussieht) oder wo man es so beschreiben kann, dass sich beim Ausprobieren die Details eh von allein ergeben. Mein erstes Feedback von einem "ich hab' noch nie ein RISC OS gesehen"-Nutzer war "Bilder braucht kein Mensch".

Eins meiner Probleme ist, dass ich mich nicht auf einen "Standard" wie UniBoot einschießen will. UniBoot ist für Retro-Gamer-Zwecke (eine große Zielgruppe) kontraproduktiv. Auf dem MIST schlicht nicht verwendbar. Auf alter Hardware ohne Festplatte auch unbenutzbar. Aber für diverse weitergehende Zwecke natürlich unverzichtbar. Es ist schwierig.

Wenn ich es wirklich zielgruppenorientiert machen will, müsste ich vermutlich ein YouTube-Video bauen und nicht Text ohne Bilder veröffentlichen :-)

Aber letztlich ist es vermutlich besser, erst mal Content zu produzieren und sich dann um Details und Feinarbeiten an der Struktur zu kümmern. Waren halt ein paar Seiten Text im Zweifelsfall für den Papierkorb.

Eins der größten Probleme ist natürlich, dass man nicht einfach ein paar fertige Pakete zum Download bereitstellen kann wegen der ganzen Copyright-Problematik. Das würde einiges erleichtern. Alleine auf wieviele tote Links ich während der Recherche gestoßen bin...
hubersn, 22. 07. 2018, 00:11 Link
Nur kurz mal angelesen. Fand ich soweit gut. Auch wenn ganz vieles im Text vorkommt, was mir neu ist bzw. ich noch nie gehört habe.

Mist? Was ist denn Mist? Uniboot? Was ist denn Uniboot? Usw.

www.riscos.fr stellt aber genau ein Komplettpaket mit Emulator und ROMs zum Ausprobieren zur Verfügung, soweit ich weiß. Und wenigestens kann man diese Seite weitgehend ohne Wörterbuch lesen (im Gegensatz zu den vielen englischsprachigen Seiten).

Linear wird das ohnehin nicht gehen. Man muss irgendwo anfangen. Einen Königsweg zu finden dürfte schwierig sein. Problem ist, dass man hier ein Geflecht von Dingen hat und das eine nicht ohne das andere auskommt. Das heißt, die Sachen bauen nicht aufeinander auf, sondern existieren gleichzeitig nebeneinander, wobei sie sich aber gegenseitig brauchen. Das ist eben das geniale an RISC OS. Du hast vier Bestandteile unter der Oberfläche - und nicht mehr. Aber die Dinge werden sehr geschickt und auch sinnvoll miteinander kombiniert. Und es funktioniert im wesentlichen immer gleich. Dieses im Zusammenspiel Durchdachte ist es eben, was mir unter anderen Oberflächen so fehlt. Ich kann nicht nur Fenster erklären oder nur Symbole oder nur die Maus oder nur Menüs. Man muss bei den Erkärungen dann gegebenfalls etwas ausblenden und nach hinten stellen. Ist wahrscheinlich der bessere Weg als der Versuch, alles auf einmal erklären zu wollen. Weil dann der Lernende in einer Informationsflut untergeht und nicht versteht, was man eigentlich sagen will. Wichtig ist es daher auch, dass man die grundlegenden Konzepte erläutert. Alles andere ausblendet. Das hast du mit der 3-Tasten-Maus schon sehr gut gemacht.
Isip ay Sustansya, 22. 07. 2018, 06:01 Link
Ich lade gerade das nächste Video hoch. Könnte besser sein, aber mir fehlt einfach die Zeit. Vielleicht überarbeite ich das später nochmal.
Isip ay Sustansya, 22. 07. 2018, 10:52 Link
Mist. Das mit dem Umdrehen der Pfeile bei den Laufbalken habe ich übersehen (hochfahren statt runter). OK, werde ich das nächste Mal (hoffentlich) kurz nachtragen.
Isip ay Sustansya, 22. 07. 2018, 11:08 Link
Jow, ist online. Mann, bis heute schon bis 11 Aufrufe! Das ist so ähnlich wie mit dem Film der beiden Franzosen Reynald und Fabien, die gemeinsam durch Madagaskar geradelt sind. Die haben inzwischen etwas über 600 Aufrufe. Nach über einem Jahr.

Solchen Unsinn wie von Danny Macaskill oder von The Red Bull Rampage sehen sich die Leute dagegen millionenfach an. Für sowas hat man einfach keine Worte mehr... was müsste man da machen, damit RISC-OS-Videos attraktiver werden? Den RPI mit dem Hammer zerschlagen oder sowas in der Art?
Isip ay Sustansya, 22. 07. 2018, 12:27 Link
Schönes Radvideo ! Danke für den Link.
Das selbsterstellte Computervideo ist ein wenig hakelig und irgendwie rennt da jemand ständig ins Mikrofon oder wirft dieses um. Bin ja mal gspannt wieviel Leute es letztlich ansehen werden.

Mist ist MIST und eine programmierbare Hardware, für die es verschiedene "Cores" gibt, mit denen man alte Rechner mehr oder weniger gut nachbilden kann. Man lädt die entsprechende Software aufs das Gerät und dieses wird dann so umgestellt, daß es ein Amiga oder Atari oder CPC oder auch Archie sein kann.
Technisch das, was den Omega so cool gemacht hat oder bei der Amiga X1000 Maschine dabei ist. Wäre auch als Steckkarte ziemlich witzig.

Uniboot ist das !Boot wo alle Systemdateien in diesem einen Ordner verschwinden, wogegen es vorher ja !System und !Fonts und !Scrap schön einzeln gab.


zu RISC OS 3.1x : Ich wollte damit nicht sagen, daß da der RPi reingehört, nur daß man den Text nicht so rückwärtsgewandt schreiben sollte, sondern lieber auf das hinweisen sollte, was da aktuell existiert; vielleicht animiert es ja doch jemand was mit neuem Zeugs zu machen und das passiert eher nicht, wenn man den Eindruck bekommt, daß Thema sei quasi abgeschlossen. Ansonsten finde ich die Beschränkung auf genau diese klassischen Systeme (<= 3.19) sehr sinnvoll bei der anvisierten Zielstellung.
Die Struktur sollte schon besser vorher so bißchen da sein, sonst verrent man sich schnell. Andererseits gibt es keinen Grund nicht auch mal was doppelt zu schreiben oder ähnlich und auch die Selbstbeschränkung auf ein !Boot System ist nicht nötig. Schreib doch einfach über das, was funktioniert und erwähne das Uniboot und ergänze dann irgendwann später was dazu.
Ich habe auch schon paarmal festgestellt, daß die Leute, wenn sie RISC OS neu anfangen, mit ein paar Sachen nicht klar kommen - und das sind wirklich immer die gleichen. Etwa das Problem mit dem Entpacken von Dateien und dem Verlust des Dateitypes (wobei man natürlich auf dem PC auspackt), die Monitoreinstellungen für "echte" Maschinen und welche Monitore nötig sind, das Einstellen einer Netzwerkverbindung (zumindest auf modernerem Gerät), das Formatieren einer Festplatte ohne !HForm (weil man erwartet, daß ein System so ein Tool immer dabei hat und daß es IMMER fdisk oder zumindest format heißt), dem Config Tool und warum man das nochmal extra auf der CLI machen kann und für manches machen muß (ADFSbuffers). Wenns dann mal läuft wird bestenfalls noch anfangs das Nichtöffnen von Fenstern als komisch erlebt, wenn man eine !App startet.
Solche Sachen sind aber in einer Anleitung wichtig, damit man die Leute überhaupt bis zum Desktop bekommt und ich würde mich nicht wundern, wenn da viele schon entnervt aufgegeben haben und das dann nie wieder anfassen.

!Edit,!Draw etc. sind sicher gut geeignet, um Basissachen zu erklären. Ich wollte damit auch nur sagen, daß die Beschreibungen dieser Programme wahrscheinlich die in den Acorn Handbüchern von kaum einem gelesenen Kapitel sind, zumindest in der Art wie sie dort dargeboten sind.
naitsabes, 22. 07. 2018, 17:35 Link
@Isip

Danke fürs Feedback. Beim nochmaligen Lesen meines Erzeugnisses bin ich über einige Begriffe gestolpert, die "einfach so" ohne weitere Erklärung oder Verlinkung auftauchen. Das werde ich in der nächsten Version überarbeiten.

Komplettpaket Emulator und ROMs: ist halt lizenztechnisch schwierig (bei riscos.fr ist es m.W. "nur" RPCEmu und RO5, aber selbst da gibt es das GPL-Problem) - weder die Boot-Sequenz noch die RISC OS-ROMs sind frei distributierbar. Da ich selbst von der Softwareentwicklung lebe, nehme ich das möglicherweise genauer als andere.

Strukturierung: ich will vermeiden, an jeder Stelle in die Tiefe abzutauchen. Für einen Teil der Zielgruppe ist nur relevant: ich habe ein Diskettenimage, wie starte ich das Spiel darauf. Für einen anderen Teil, wie man diverse Programme benutzt. Wieder ein anderer Teil will mit dem Betriebssystem arbeiten und der nächste Teil will ein paar einfache Sachen programmieren. Ich will nicht "bottom up" erstmal die grundlegenden Details alle erklären bevor man zum ersten Mal ein Programm startet. Ich will nicht alle Eventualitäten bei der Installation abklappern, wenn es doch "normalerweise" einfach so funktioniert. Meine Leitlinie ist, nur die notwendigsten Dinge für den gerade im Fokus stehenden Anwendungsfall zu erläutern und vorab nur die ganz allgemeinen Dinge zu erklären, auf deren Wissen man zwangsweise angewiesen ist. Ist aber im Einzelfall schwer durchzuhalten. Tendenziell schreibe ich lieber Referenzmaterial als Tutorials :-)
hubersn, 22. 07. 2018, 17:37 Link
Naja. Du musst den Leuten halt einfach das geben, was sie brauchen. Und _ich_ habe dabei auch noch gelernt (hab's jetzt durchgelesen). Danke 'mal dafür!
Isip ay Sustansya, 22. 07. 2018, 18:20 Link
@Isip

Um nochmal auf das "SharedLibs" und TLS/SSL-Problem zurückzukommen - ja, die SharedLibs lassen sich nicht ohne Weiteres von BASIC aus nutzen. Aber von C, C++ und Assembler aus. Nur halt nicht übers DDE.

Aber ganz ehrlich: wer heute eine C-basierte RISC OS-Software baut, die nur mit dem DDE compiliert werden kann, hat den Schuss nicht gehört. Die einzige Ausnahme wäre, wenn man Altlasten mit sich rumträgt (also Bibliotheken, die nur als Object Code vorliegen dazulinken muss - aber die werden bei der nächsten CPU-Inkompatibilität eh wertlos sein. Oder wenn man C++-Code hat, der nur von CFront unfallfrei compiliert werden kann - dumme Sache.) und damit die Software eh keine Zukunft hat.

Warum kann man POPStar nicht mit dem GCC übersetzen? Klingt erst mal komisch.
hubersn, 25. 07. 2018, 12:36 Link
Grundsätzlich sollte sich der Quellcode von POPStar schon mit GCC kompilieren lassen. Aber halt leider nicht ohne Anpassungen. Ich habe es bisher ja nicht einmal auf dem DDE geschafft, weil mir da leider einige Sachen fehlen, die eingebunden werden müssen (und ich nicht weiß, wo ich die herbekomme). Und ob es die Sachen dann überhaupt für den GCC gibt...

Scheitert aber letzten Endes bei mir daran, dass ich einfach nicht weiß, wie es geht. Da helfen dir 3 Semester C-Programmierung überhaupt nix dabei. Keine Ahnung, für was man da studiert hat.

Wenn POPStar aber mit GCC zusammengebaut / kompiliert werden kann, sollte es kein allzu großes Problem mehr sein, TLS einzubinden.

Wenn ich mehr Zeit habe (das eigentliche Problem), wollte ich mich wieder 'mal damit beschäftigen. Kann man sicher a bisserl was lernen dabei.
Isip ay Sustansya, 25. 07. 2018, 19:07 Link
Habe ein Update des Classic-RISC OS-Artikels veröffentlicht. Viele kleine und größere Änderungen. Jetzt ist es eine noch viel längere Wurst geworden :-)

Als nächstes werde ich die "so kriege ich es prinzipiell zum Laufen"-Teile von den "so bediene ich es wenn es läuft"-Teilen trennen.
hubersn, 28. 07. 2018, 01:57 Link
Bin gestern zufällig auf IB über R-Comps neusten Rechner, den mini.m gestolpert. Auch wieder so ein gut gehütetes Geheimnis für alle, die nicht ein Flugticket nach England kaufen, um eine Messe zu besuchen. Wenn es doch nur ein weltweit verfügbares Informationssystem gäbe... ;-)

Stöbern bei ROOL fördert eine erste Ankündigung vom April dieses Jahres zutage, dann wurde das Projekt aus Zeitgründen erst mal auf Eis gelegt. Sieht alles ganz nett aus aber handelt es sich da nicht einfach um die CuBox-i4 Pro der israelischen Firma Solid Run? Erstmals in dieser Form vorgestellt 2013, ganz frisch ist das nicht gerade.
Informationen bei RComp wie immer etwas spärlich (Produktbilder? Vorhandene Anschlüsse?). Der einzige Vorteil gegenüber den diversen RPis scheint wieder beim (externen)SATA Anschluss zu liegen, okay, bessere Auflösung bietet er auch.
Patric, 01. 08. 2018, 10:20 Link
Bessere Auflösung? Bei mir laufen sowohl ARMX6 als auch RPi mit 4k, und beide sind am Limit. Ein Vorteil ist aber sicher, dass die allermeiste I/O nicht über USB läuft und deshalb deutlich performanter ist. Sowohl Netzwerk als auch S-ATA, und damit bleibt für USB seine eigentliche Bestimmung - Tastatur und Maus, das was schon in Windows 95 OSR 2.5 funktioniert hat :-)

R-Comp hat ja vorsichtshalber die "Purchase"-Seite nicht aktualisiert und die Infos nur auf zwei anderen Seiten eingeflickt. Das ist echt eine Katastrophe. Nicht mal den Namen dieses Dingens haben sie konsistent verwendet.

In der Tat sieht es verdammt nach CuBox aus, also 150 UKP "R-Comp-Aufpreis". Gegenüber dem ARMX6 direkt bescheiden zu nennen.
hubersn, 01. 08. 2018, 13:52 Link
Im usenet (comp.sys.acorn.announce) wars aufgeführt. Aber stimmt, schon, sowas bekommt man oft genug nur zufällig mit.
Vor allem gibt es durchaus andere Anwendungen für solche Geräte, abseits der "üblichen" Käufer, aber das klappt natürlich nicht, wenn noch nichtmal im "Interessiertenkreis" die Info ankommt, daß es sowas gibt.
naitsabes, 01. 08. 2018, 14:05 Link
Ist eine Cubox i4 Pro. Bin nur nicht sicher ob man den RISC OS Port auch einzeln bekommt.
Raik, 01. 08. 2018, 15:20 Link
Ich vermute mal, dass sich die Aussage „Internal storage up to 200GB and beyond“ auf eine MicroSD bezieht. Obwohl komischerweise dasteht, daß kein card reader vorhanden sei. SD Karten mit GB 256 Kapazität liegen preislich zwischen EUR 99 und 200, was den Aufschlag doch etwas relativiert.

Wußte gar nicht, daß die RPis derlei Auflösung unter RO erreichen. Für welche Modelle gilt das oder ist ein esoterischer Monitor vonnöten?
Patric, 01. 08. 2018, 15:49 Link
Interessant übrigens auch, daß man folgende Aussage des Herstellers nicht in die eigene Produktbewerbung übernommen hat:

„Note that due to internal i.MX6 buses the 1000Mbps interface speed is limited to 470Mbp“
Patric, 01. 08. 2018, 15:51 Link
Mir reicht mein RPI von der Rechenleistung her völlig aus. Damit könnte ich mich wahrscheinlich noch die nächsten 100 Jahre beschäftigen.

Warum die 100ste neue RISC-OS-Maschine (die dann doch wieder nur neue Inkompatiblitäten erzeugt)? Die sollen lieber 'mal an der Software stricken...
Isip, 01. 08. 2018, 18:26 Link
Na machen sie doch, sonst, d.h. ohne angepaßte Software, würden doch die ARMinis und sicher auch dieses kleine neue Ding nicht laufen.
Und die GBit/s werden auch auf "normaler" Gigabit Leitung nicht immer wirklich erreicht, also alles halb so wild.
naitsabes, 01. 08. 2018, 20:40 Link
Sowas ähnliches habe ich auch mal geschrieben. Auch bei ROOL ;-)
Hatte etwas urlabslangeweile... Ca. 158,-€ für den Würfel, Andrew will 90 britische für das komplette Softwarepaket inkl. aller zukünftigen Updates.
Raik, 01. 08. 2018, 20:41 Link
4k auf RPi: scheinbar liest keiner meinen RISC OS-Blog, dabei überfordere ich die Leser nicht gerade durch eine übertriebene Posting-Frequenz :-)

Offiziell kann der Pi das nicht, aber meine Exemplare können es problemlos. Allerdings nicht per EDID und automatisch und so, man muss sie zu ihrem Glück zwingen durch entsprechende Konfiguration.

Der passende Monitor muss 4k über HDMI können, was dann meist auf 24, 25 oder 30 Hz rausläuft. Alles, was in der Feature-Liste "HDMI 2.0" stehen hat, kann das normalerweise problemlos.
hubersn, 02. 08. 2018, 00:59 Link
Habe das mit Interesse gelesen und auch den Monitor gegoogelt, danke. Hört sich zunächst kompliziert an aber wenn das Clive (link) hinbekommt, sollte das nicht unmöglich sein. Ich wußte tatsächlich nicht, daß das RPi so flexibel ist, was die Auflösung anbetrifft. Wie immer den passenden Monitor vorausgesetzt, das kennt man ja vom BB-xM (meins läuft mit full HD am LG Monitor/Fernseher).
Habe auch deine Kaufempfehlung/Geräteübersicht gelesen, hmm. Mal sehen. Ganz überzeugt bin ich noch nicht vom RPi 2 oder 3(+). Das RPi 1 hat mich jedenfalls entäuscht. Der Kompatibilitätsmodus ist zwar mehr als willkommen aber von der Stabilität reicht es leider nicht an das BB heran. Doppelt ärgerlich, da EasiWriter kein Autosave hat... :-(
Mann kann damit arbeiten aber Vertrauenserweckend ist leider was Anderes. Mein Ziel wäre eine Desktoplösung, mit der ich zwei DIN A4 Seiten 1:1 nebeneinander darstellen kann, was wohl mindestens WQHD 1440p bzw 2560 × 1440 erfordert.
Patric, 02. 08. 2018, 22:40 Link
Stabilitätstechnisch habe ich eigentlich keinen Unterschied zwischen den diversen "neuen" Plattformen finden können - mein bisheriger all-time-favourite war mein Risc PC 700 mit ARM710 und RISC OS 3.6. Alles was danach kam war ein Abstieg :-)

Der RPi ist etwas sensibel was SD-Karte und Stromversorgung angeht, aber ich habe stets eine klassische USB-Platte über einen powered Hub für die wichtigen Sachen verwendet, da gab es noch nie ein Problem. Offizielles RPi-Netzteil und Samsung SD-Karte half auch. Aber SD-Karten (und auch USB-Sticks) sind prinzipiell als Datenspeicher nicht so vertrauenserweckend, wenn man sie als Festplattenersatz missbraucht.
hubersn, 03. 08. 2018, 02:01 Link
Gut, ein Nachteil ist halt, daß man auf ROOL ROMs angewiesen ist.
Patric, 03. 08. 2018, 08:30 Link
Ich habe 2 Netzteile am Raspberry Pi hängen. 3 und mehr gehen bei Bedarf aber auch. Stromversorgungstechnisch ist das Teil jedenfalls eine Katastrophe.
Isip ay Sustansya, 03. 08. 2018, 18:06 Link
@hubersn

Bist du eigentlich zufrieden mit deinem Iiyama? Überlege mir auch etwas 4K kompatibeles (vor allem 2560 x 1440 fähiges) zuzulegen. Wenn ich das richtig sehe, unterstützt er 4K je nach Anschluss mit 60 bzw 30Hz, wobei für die infrage kommenden RISC OS boards ja wohl vor allem der 30Hz Wert relevant wäre. 2560 x 1440 kann er aber dann auch nur bei 30Hz, außer über den MHL Anschluss, ist das nicht etwas unpraktisch?
Patric, 05. 08. 2018, 12:03 Link
Ich erweitere obige Frage mal noch etwas. Von anderer Stelle wurde mir dringend zu einem Monitor mit IPS statt TN bzw. VA Technologie geraten und zu einer nativen Auflösung von 2560x1440. 4K sei unter 30 Zoll nicht wirklich zu benutzen. Das bringt mich natürlich ins Grübeln, wollte aber auch kein Fernstudium zur Werkstoff- oder Augenheilkunde belegen, um eine Entscheidung treffen zu können.
Patric, 05. 08. 2018, 19:07 Link
IPS ist schon schöner als TN. Gilt natürlich nicht für Games, aber für alles andere. PVA kenn ich nicht im Langzeitgebrauch. Aber: auch IPS hat ein dezentes Flimmern und das schon bei 60Hz, macht sich aber erst nach mehrstündigen Sitzungen bemerkbar.
naitsabes, 05. 08. 2018, 22:42 Link
@Patric

28" ist bei 4K definitiv grenzwertig. Der Abstand zum Monitor sollte schon klein sein, sonst sieht man in meinem Alter eher weniger. Windows kann inzwischen ja ganz gut skalieren, aber dann verliert man ja wieder den Vorteil der hohen Auflösung. Ich hatte davor einen 24" mit QHD, ging auch. 4K hat halt den Vorteil, dass FullHD super skaliert wird.

IPS vs. PVA vs. TN: ja, die Diskussion kenne ich zur Genüge. Für jede Technologie gibt es für und wider. Der Iiyama macht aber bildtechnisch für den Preis wirklich gar nichts falsch. Eine minimale Ungleichmäßigkeit bei der Hintergrundbeleuchtung ist auszumachen, sonst alles gut. Wenn man den Reviews glauben darf, gibt es da aber durchaus Qualitätsschwankungen.

Anschlusstechnisch: nur einer der HDMIs unterstützt 4K bei 60 Hz. Der DisplayPort kann auch 4K bei 60 Hz. Beides am lebenden Objekt ausprobiert (mein neuer Schleppi kann das - 4 K dual screen - cool...). Ich hab' den PC am DisplayPort und die restlichen Möhren über einen 6x HDMI-Switch (der 4K[bei]60Hz kann) am HDMI. Ich suche noch nach einem geeigneten KVM (zwei ungeeignete hab' ich schon...).

Was an dem Iiyama wirklich nervt ist die Sensortastenbedienung. Das ist extrem frickelig. Wenn man häufiger den Monitoreingang wechseln will sollte man sehr frustrationstolerant sein. Scheint aber heutzutage bei allem "modernen" so zu sein :-(
hubersn, 06. 08. 2018, 23:10 Link
FF_Cut die Letzte [klick].
Rückmeldungen erwünscht ;-)
Raik, 07. 08. 2018, 06:38 Link
@hubersn

Danke, interessant!

@all

Habe neulich erst erfahren, daß man bei Logitech Funktastaturen auch unter RISC OS die Maus mit dem selben Empfänger betreiben kann (also nicht zwei USB slots belegen muß). Gilt das für alle Tastatur/Maus Kombinationen oder muss man da auf etwas achten? Ich habe eigentlich keinen Win Rechner um mittels Logitech software erst ein pairing durchzuführen, sollte also out of the box funktionieren. ;-)
Patric, 07. 08. 2018, 20:10 Link
Ich habe keine Ahnuung welche Varianten es gibt aber meine Funk Tastatur/Maus Kombinationen verwenden alle nur ein USB-Dongel für beide Geräte ... Auf Arbeit Logitech und Lenovo, privat Cherry, Logitech und ein billig "no name" von Pearl. Bisher keine Probleme. Bei dem Pearl-Teil, obwohl "full size", fehlt die [Pause/Break]-Taste. Ansonsten funktionieren alle "ohne was".
Raik, 08. 08. 2018, 05:09 Link
Sorry, vergessen zu erwähnen, daß es eine 5-Tasten-Maus sein muß. Also nicht mit scroll wheel als menu taste, das ist mir zu unergonomisch.
Patric, 08. 08. 2018, 12:22 Link
Warum mault Firefox wg. abgelaufenem ArcSite-Zertifikat und lässt auch keine Ausnahme zu? IE schon.

Ok, 5-Tasten ist aber alle mit Rad als mittlere Maustaste. Stört mich nicht, eher das Gegenteil ;-)
Raik, 08. 08. 2018, 13:41 Link
Na ich hab mal das Logitech K270 bestellt, die M510 Maus hab ich ja schon. Lustigerweise gibt es die Tastatur auch als set mit Maus (MK270) aber die Tastatur ist dann nicht unifying kompatibel, d.h. man kann keine andere Maus damit koppeln.
Blöd, weil die mitgelieferte Maus nicht besonders gut ist (klein und keine extra Tasten).

Hätte die Maus dann halt an meinem A4000 betrieben, da hätte mich das weniger gestört. Jetzt hab ich halt wieder eine Maus zuwenig (falls ich mal beide Rechner gleichzeitig betreiben will) und muß das Koppeln selbst organisieren. Also den XP Laptop ausgraben und extra SW installieren. Meh.

Hatte vorhin auch Probleme mit ArcSite aber Löschen aller cookies/browser history beseitigte das (Safari).
Patric, 08. 08. 2018, 14:21 Link
Firefox lässt bei bestimmten Konstellationen keine Ausnahme mehr zu - in diesem Falle HSTS (also: nur HTTPS-Verbindungen zulässig) kombiniert mit abgelaufenem Zertifikat.

Fixbar auf Firefox-Seite wäre das nur, wenn der HSTS-Status fehlerhaft gecached worden wäre (siehe https://support.mozilla.org/de/questions/1159143), das scheint hier aber nicht der Fall zu sein, wir müssen also auf Carlos warten.

IE ist einfach unsicherer, es unterstützt ja auch noch diese teuflischen Java-Applets :-)
hubersn, 09. 08. 2018, 12:35 Link
Ah doch, sorry, nachdem man arcsite.de aus dem SiteSecurityServiceState.txt gelöscht hat, darf man die Ausnahme wieder hinzufügen.

Dennoch sollte Carlos natürlich das Zertifikat aktualisieren!
hubersn, 09. 08. 2018, 12:37 Link
Chrome hat auch gemeckert. Allerdings verstehe ich noch immer nicht, wozu man eine Verschlüsselung braucht, um Dinge abzurufen, die eh jeder abrufen kann... so sinnlos und umständlich irgendwie das heutzutage alles sein.
Isip, 10. 08. 2018, 18:09 Link
Na, wenn man die Adressen auch verschlüsselt übertragen würde, wäre das ein Schutz gegen Mitleser von außen, die dann nicht wüßten, was man anschaut. Wenn man würde ...
naitsabes, 10. 08. 2018, 23:17 Link
Jedenfalls kennt jetzt irgend jemand mein Passwort hier bei ArcSite. Da hat die Verschlüsselung scheinbar auch nichts geholfen...
Isip ay Sustansya, 11. 08. 2018, 05:57 Link
Heute kam was mit der Post...
Gleich mal an den Fernseher angeschlossen ;-)
Patric, 17. 08. 2018, 20:30 Link
Sehr hübsch! War dann sicher ein eher kleineres Paket. ;)
naitsabes, 18. 08. 2018, 11:41 Link
Es war so eine Art Matrjoschka: eine sehr kleine Kiste/Würfel in einem Umschlag in einer Kiste in einer Kiste in einer Kiste in einem Umschlag. Funktioniert aber sehr gut, out-of-the-box, wie der Brite sagt (pun intended).

Ich muß sagen, man tut Andrew wirklich Unrecht, wenn man nur auf den Preis der CuBox als solcher schaut, insbesondere im Hinblick auf das RPi. Die haben sich sehr viel Mühe mit der Dokumentation gemacht, und das kostet immer erheblich Zeit (und Geld!).

Damit meine ich jetzt nicht nur das Handbuch sondern die überall strategisch plazierten Help files und Datenstruktur generell. Alles sehr durchdacht und zwar mit dem User im Hinterkopf. Kann man alles als versierter Anwender auch selbst aber ich habe zunehmend weniger Lust mich mittels wayback machine et al durch Foren, Mailinglisten und Jahre alte Usenet-Archive zu wühlen, um vergleichsweise banalen Problemen auf die Spur zu kommen.

Anschließen, einschalten und freuen ist zur Abwechslung auch mal ganz nett. ;-P
Patric, 18. 08. 2018, 22:31 Link
Wenn Andrew auch noch regelmäßig aktualisierte ROM-Versionen bereitstellen würde und die Disc-Images die er so verteilt auch anständig testen würde wäre es noch besser. Ebenfalls besser wäre es, wenn etwas Transparenz herrschen würde welcher Mehrwert denn von R-Comp tatsächlich geliefert wird (und nebenbei wäre es schön, wenn die GPL dadurch erfüllt werden würde indem einfach die Sourcen mit aufs Disc-Image packt). "Impressive software bundle" - schon was beeindruckendes gefunden?

Auch irritierend, dass das OS gar nicht von R-Comp lizenziert ist. Merkwürdige Konstruktion, warum auch immer.

Und wenn dann noch der iMX6-Port anständig über ROOL "zurückgepflegt" werden würde, wäre es noch besser. Man schaue sich die Lücken beim iMX6-Port an bezüglich der Nichtteilnahme am RO5.24-Release. "Schlamperei" ist noch die positive Interpretation. Dass es geht, sieht man am Titanium.

Wenn wir schon beim Wünschen sind: eine nicht-peinliche Website wäre auch super. Die Hauptseite redet immer noch von "ab 499 UKP", was ja nun nicht mehr den Tatsachen entspricht. Dazu das Bild eines Rechners, der in dieser Form nicht mehr verkauft wird. Grausam.

Also: Luft nach oben bei R-Comp. Ich habe ja auch ein wenig Geld für den ARMX6 dort liegen gelassen, und bin jetzt nicht völlig unzufrieden, grundsätzlich passt das alles schon. Man hat sich als RISC OS-User ja schon zu Acorn-Zeiten an die anspruchsvollen Preise bei begrenzter Gegenleistung gewöhnt. Quasi wie Apple ohne die Stückzahlen und die Rekordgewinne :-)
hubersn, 18. 08. 2018, 22:58 Link
Also, Probleme habt ihr hier. Ich versuche seit Monaten schon meine E-Mail-Konten mittels Android auf dem Gemini-PDA abzurufen. Fehlanzeige. Vermutlich liegt es einfach daran, dass ich die falschen E-Mail-Provider verwende und die NSA keinen Zugriff darauf hat oder so :-( Per Webmail oder RISC OS ist das überhaupt kein Thema. Das funktioniert.

Was mir bei Android sonst noch so auffällt, das ist eine völlig inkonsistenze Benutzerführung, ähnlich wie bei Windows. Jedes Programm will irgendwie wieder völlig anders bedient werden. Inzwischen gibt es oft auch gar keine Schaltflächen mehr; statt der Auswahl zwischen OK und Abbrechen gibt es nur noch OK. Zum Abbrechen muss man die Flucht-Taste drücken. Das ist alles sehr pädagogisch gemacht (ironisch gemeint). Also, mal ganz ehrlich: spätestens seit Windows 10 finde ich, dass das Chaos noch größer geworden ist, als es eh schon war.

Die Oberfläche von RISC OS ist für mich dagegen vollkommen logisch, transparent und weitgehend konsistent aufgebaut. Die Programme werden alle weitgehend gleich bedient. Und bringen damit eine einheitliche Oberfläche mit. Vielleicht sollte man das noch bei Wikipedia hinzufügen.

Es mag einzelne Programme geben, die da aus der Reihe tanzen. Aber eben nur einzelne. Insgesamt gesehen arbeiten die Programme unter RISC OS sehr gut zusammen. Das fehlt mir in dieser Tiefe auf anderen Systemen.

Irgend jemand scheint da nach mir beim Wikipedia-Eintrag "nachgearbeitet" zu haben. Vielen Dank dafür!

Mittels Chrome kann ich ArcSite nicht mehr aufrufen. Falls das nur an einem abgelaufenen Zertifikat liegen sollte, sollte sich cms doch einfach 'mal ein neues erzeugen. Mit Chrome scheint man bei einem abgelaufenen oder fehlerhaften Zertifikat keine Chance zu haben, eine Webseite aufzurufen, was ich als freche Bevormundung empfinde. Mit NetSurf geht es nach wie vor.

Das ganze Android ist so ein Thema für sich. Dass es nicht für einen querstehenden Bildschirm und Tastaturbedienung geschrieben wurde, das ist verständlich. Aber eben nicht gut für den Gemini-PDA.

Es gibt noch viele weitere Punkte, wo ich Probleme damit habe. Eines davon betrifft das Usenet: Unter RISC OS zieht man auf einen Schlag die Nachrichten runter. Dann kann man diese durchlesen und gegebenfalls darauf antworten. Zum Schluss schickt man die Antworten halt wieder raus.

Unter Android genauso wie unter Windows (Thunderbird) möchten die Systeme scheinbar jede Nachricht einzeln vom Server abrufen oder abschicken. Mit der Folge, dass mir nach der vierten oder fünften Nachricht der Usenet-Server die Verbindung verweigert und nix mehr funktioniert. Ist ja auch logisch. Es sind ja nur einige wenige Verbindungen pro Tag erlaubt.

Unter Android habe ich ebenfalls große Probleme damit, mir die Köpfe von News oder Mails anzeigen zu lassen. Mit den bis jetzt gefundenen Programmen geht da scheinbar nix (mal abgesehen davon, dass ich meine E-Mails gar nicht abrufen kann).

Und dann wird man ständig noch mit Werbung zugeknallt.

Also, ehrlich, keine Ahnung, wie man mit sowas arbeiten kann. Da bin ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Von der Software für den Gemini, meine ich.

Das betrifft RISC OS insofern, weil, ich würde ja gerne seit Jahren schon auf ein "neueres" und "besseres" System umsteigen. Aber alles, was ich bis jetzt ausprobiert habe, hat gnadenlos versagt. Es ist einfach nicht brauchbar. Man kann damit nicht arbeiten. Und hat damit leider genauso seine Macken wie RISC OS, das inzwischen eben auf Grund seines Alters beziehungsweise fehlender Unterstützung vieles einfach nicht mehr kann. Das ist dann der Grund, warum man heutzutage mit drei, vier verschiedenen Systemen arbeiten muss...

Wenn heute noch ein neues System, dann am ehesten der Titanium. Der Rest wohl nur noch gebraucht und unter Zwang.
Isip ay Sustansya, 19. 08. 2018, 04:17 Link
Bei den Androiden ist es ähnlich wie bei den iPhones, man muß da immer mal noch bißchen durch den ApplikationsShop wühlen und auch mal Testberichte lesen, bis man was für sich Passendes gefunden hat. Würde mich wundern, wenn es da nicht auch eMail Reader o.ä. geben würde, die auch mit abstrusen Einstellungen umgehen können. Daß das keine Basisfunktion ist, kann man aber nachvollziehen in Zeiten von WhatsApp etc.

Bei dem Wiki war u.a. ich so frei, mal bißchen was dazu zu bauen. Ich finde aber, daß der Text langfristig an bestimmten Stellen auch mal noch bißchen "entzerrt" werden könnte, also ein wenig eingekürzt, gar nicht so sehr was den Inhalt angeht, aber bei den Formulierungen, halt eher in so einen Enzyklopädie Stil.
Und es wäre evtl. gut, wenn jemand, der das ohne großen Aufwand zu betreiben als Info schon da hat (etwa als Sammlung), die stabilen RISC OS Versionen von Castle und ihr Erscheinungsdatum in der Tabelle nachtragen könnte inkl. der jeweils neu unterstützen Geräte (RC bzw. stable reicht). Gern auch hier in Textform.

Für das Chrome ArcSite Problem scheint es einen "billigen, schmutzigen" Trick zu geben (click!). Kurz gesagt: Man speichert das aktuelle Zertifikat der Seite ab, in ein lokales File. Und dann importiert man dieses als "zulässiges" "vertrauenswürdiges" Zertifikat in die Zertifikate-Datenbank von Chrome. Ist ein wenig "weird", klingt aber so als könnte das klappen.
naitsabes, 19. 08. 2018, 13:58 Link
Ich verstehe das alles irgendwie nicht. Die Protokolle für E-Mails usw. sind doch alle öffentlich zugänglich und eindeutig festgelegt. Ich möchte nicht einhunderttausend E-Mail-Clienten durchprobieren müssen, bis ich einen finde, der funktioniert. Wenn die Software ordentlich geschrieben worden ist, funktioniert das auch von Haus aus. Und, ja, in Google Play findet man recht viele Programme für E-Mails. Bisher hat aber keines davon funktioniert. Wobei, was ich auch nicht vertehe, das ist, dass diese Programme scheinbar oft anbieterabhängig sind. Also Programme für GMX usw. Was soll denn dieser ganze Scheiß?

Für mich bedeutet das einfach, dass die Software Schrott ist. Anders kann ich mir das nicht erklären. Unter RISC OS funktioniert's doch auch!

Und sowas verwenden die Leute? Ich bin sprachlos.

Die Zeit werde ich in Zukunft lieber wieder für RISC OS verwenden.
Isip ay Sustansya, 19. 08. 2018, 20:09 Link
Hast Du versucht einen Lochkartenleser zu installieren? Natürlich "funktionieren" die gängigen eMail Anwendungen. Ist zwar mittlerweile ein paar Jahre her aber ich fand AquaMail unter Android recht gelungen. Usenet geht damit natürlich nicht, falls es Dir darum gehen sollte. Kenne allerdings außer Dir auch niemanden, der das noch nutzt.
Patric, 19. 08. 2018, 20:27 Link
E-Mail-Konten unter Android nicht abrufbar? Das ist mir bisher nicht passiert, da geht eigentlich alles. Im Gegensatz zu RISC OS, wo man inzwischen mehr Glück als Verstand braucht. Aber ich arbeite dran...
hubersn, 20. 08. 2018, 14:59 Link
Ich konnte jetzt die E-Mails unter Android insofern lesen, indem ich bei Google Play ein eigenes Programm vom E-Mailprovider herunterlud und installierte. Dieses ist 33 MB groß, kann aber eigentlich nichts. Es gibt keine Einstellungsmöglichkeiten für die Verbindung usw. Und wie soll ich damit PGP nutzen? Außerdem kann es doch nicht sein, dass ein offener Standard plötzlich anbieterabhänging wird.

Meine mit Android gemachte Erfahrung sieht anders aus; die Programme dafür sind ziemlicher Schrott. Ein allgemein verwendbares, also vom E-Mail-Provider unabhängiges Programm wie Gmail oder K9 funktioniert überhaupt nicht oder hat irgendwelche anderen Probleme wie z. B. die, dass sich einmal angelegte Konten nicht mehr löschen lassen. Interessanterweise findet man im Web aber durchaus auch Hinweise darauf, dass andere genauso Probleme damit haben.

MessengerPro unter RISC OS funktioniert da tatsächlich wesentlich besser.

Fürs Usenet unter Android gibt`s z. B. PhoneNews, welches ich verwende. Aber auch das hat so seine Problemchen. Eines davon, nämlich dass es jede News einzeln abrufen oder hinausschicken will und nicht gesammelt, hatte ich ja bereits beschrieben.

Unter RISC OS stören mich hauptsächlich 2 Punkte: veraltetes SSL und falscher Umgang mit Kodierungen bei z. B. Umlauten, die zwar oft funktionieren, aber nicht dem Standard entsprechen.
Isip ay Sustansya, 22. 08. 2018, 00:06 Link
Also ehrlich, Pop-Corn-Kino geht hier ab. Ein Troll der alles andere außer RISC OS beschi**** findet, und dann gibt es immer wieder Input für den Troll.

Ich selber habe schon alle Systeme durch, von Symbian, Windows Phone, iPhone, Android und auch Sailfish X. Bei allen funktioniert der E-Mail-Dienst ohne Probleme, auch mit sicherem Transport. Nur der Troll ist ja der Meinung, das vielen Millionen andere Smartphone-User auf diesem Planeten keine E-Mails mit ihren Nicht-RISC-OS-Systemen benutzen können sollten, weil es bei ihm _angeblich_ nicht funktioniert. Ich bezweifele aber das es bei ihm nicht funktioniert. Es ist ein erkennbares Muster: Funktion X die (Industrie-)Standard ist wird angesprochen, und wie ein Wunder funktioniert es beim Troll ums Verrecken nicht. Ist klar!
Artchi, 22. 08. 2018, 09:53 Link
Von ROOL gab es jetzt Kunde einer ersten Beta für die TCP/IP-Stack-Update-Bounty, darin ein aktualisiertes AcornSSL-Modul, das TLS 1.2 beherrscht (basierend auf mbedTLS). Funktioniert "automatisch" zusammen mit dem HTTP-Modul, im ZIP-Archiv auch ein paar einfache Nutzungsbeispiele über die SWIs.

https://www.riscosopen.org/forum/forums/8/topics/11950

Man braucht eine aktualisierte Bootsequenz dafür, weil diverse Zertifikatinformationen verfügbar sein müssen.
hubersn, 22. 08. 2018, 12:35 Link
Tschuldigung, wenn ich hier Dampf abließ. Ich kann dem nicht ab, aber es funktioniert in meinem Fall unter Android tatsächlich nicht. Egal, welche Software ich bisher probierte.

Einzig die Software für Android vom E-Mail-Provider selbst ging. Aber die funktioniert auch nur, wenn man online ist. Offline kann man keine E-Mails bearbeiten oder lesen. Da kann man gleich mit Webmail arbeiten. Die Software hat zudem 33 MB (sie ist von Eclipso). Sie ist in Googles Play zu finden. Das letzte MessengerPro dagegen (8.00) hat "nur" 4 MB. Und kann anscheinend viel mehr. Ich weiß nicht, was die da heutzutage zusammenpfutschen.

Wer mir das mit den Problemen nicht glaubt, der kann sich gerne die Kommentare bei Google Play z. B. unter K9 oder in anderen Foren ansehen... _Ich_ kann mit Android jedenfalls nix anfangen. Besser als RISC OS funktioniert es wohl nicht. Manche Sachen vielleicht wie der Webbrowser oder YouTube-Videos. Was ich halt wenig nutze. Aber der überwiegende Rest, den man sonst mit so einem Gerät halt so macht... Mehr schreibe ich jetzt nicht mehr dazu. Schade um die Zeit.
Isip ay Sustansya, 22. 08. 2018, 18:31 Link
eclipso Freemail? Könnte ich dann direkt testen.
hubersn, 22. 08. 2018, 19:10 Link
Angeregt durch diese "Diskussion" und weil man einen neuen Rechner ja auch ausprobieren will, habe ich mich mal unter Mail auf RISC OS versucht. TapirMail läuft ja immerhin auf dem A4000 ganz okay (nachdem ich extra dafür einen account ohne SSL etc einrichten konnte) aber TM ist natürlich eingeschränkt und kann nicht das Geringste mit Umlauten anfangen. Also mal NetFetch und Pluto auf den mini.m losgelassen. Also nach zwei Stunden habe ich immer noch nicht raus, wie man damit Mails versenden kann. Post kommt zwar an, sowohl via POP als auch via IMAP vom gmail account aber raus geht rein gar nichts. Ich wette es hat etwas mit Nutzeraccounts zwischen Pluto und NetFetch zu tun aber langsam verliere ich wirklich die Lust.

Intuitiv ist das jedenfalls nicht.
Patric, 23. 08. 2018, 19:01 Link
TapirMail ist mein momentanes Versuchskaninchen zwecks POP3S und SMTPS, seit die Sourcen veröffentlicht wurden. Bin aber noch ein Stück von einer funktionierenden Version entfernt, allein es mit modernen Compilern und Bibliotheken zum Bauen zu überreden hat etwas Überzeugungskraft gekostet.

Wenn Du testen magst, vielleicht gibt es bald was :-)
hubersn, 23. 08. 2018, 19:43 Link
Schau ich mir gern mal an, wenn's dann soweit ist. Wobei TapirMail als Haupt Mail Client etwas dünn ist, zumindest wenn man eine Maschine hat, die technisch auch mehr kann (der A4000 hat einfach zuwenig Speicher, um Clients mit separater Mailbehandlung à la NewsDir etc. zu nutzen. Selbst mit !TTFN mußte man das getrennt laufen lassen).
Sympatisch an Tapir war neben dem "Preis" allerdings, daß er die Mails auf dem Server läßt, was MPro nach einiger Zeit immer Probleme bereitet hat. Ich hab halt wenig davon, wenn ich im Ausland nicht mehr an meine Mails rankomme, weil die auf einer Festplatte in Deutschland lokal gespeichert sind. ;-)
Patric, 23. 08. 2018, 20:26 Link
Naja, nach POP3S kommt IMAPS, das ist ja mal klar. Vielleicht schiebe ich noch vernünftiges Encoding-Handling dazwischen, es gibt insgesamt da recht viel zu tun. Mal sehen, wie lange meine Motivation anhält.

Erster Punkt: Das GitHub-Repo forken, dann ein paar Pull-Requests um die Struktur tauglich zu machen (insbesondere was FileTypes angeht), dann Baubarkeit sowohl mit GCC als auch DDE/Norcroft und bauen mit Make und amu.

Damit wären dann die strukturellen Dinge erledigt (und andere können ggf. parallel daran mitarbeiten) und man kann sich dem Code und neuen Features und dem einen oder anderen dringend notwendigen Refactoring beschäftigen.
hubersn, 23. 08. 2018, 22:15 Link
Ich sehe, der feature creep hat also schon begonnen. ;-)
Patric, 23. 08. 2018, 23:00 Link
Ich glaube, das Problem liegt doch bei NetFetch. Egal, welche Werte ich eintrage, irgendwo in den Tiefen sind noch falsche Einstellungen hinterlegt. Komischerweise haben Veränderungen, die am frontend gemacht werden keinen Einfluß auf die tiefer hinterlegten Textdateien, wo immer noch obsolete Passwörter stehen und irgendwo auch ein nicht mehr aktueller account. Selbst wenn ich jetzt ein neues NF kaufe übernimmt das wahrscheinlich auch nur wieder die Einstellungen, der Rechner ist leider schon verseucht. Damit dürfte sich email unter RISC OS für mich bis auf weiteres wieder erledigt haben.
Patric, 23. 08. 2018, 23:55 Link
Feature-Creep ist bekanntlich immer relativ - das, was ich bisher aufgezählt habe, gehört ja durchaus zu den absoluten Kernaufgaben...ohne IMAPS kann TapirMail ja kaum seine Aufgabe "EMails vom Server anzeigen" vernünftig erledigen, würde ich sagen :-)

Aber natürlich gibt es jede Menge Ideen, die ich in den hundert anderen EMail-Clients die ich bisher benutzt habe noch nirgends vernünftig implementiert gesehen habe. Ob ich das aber unter den gegebenen Voraussetzungen "fremder Code", "Programmiersprache C", "wenig Freizeit" und "RISC OS" implementiert kriege, steht in den Sternen. Meine persönliche Anforderung ist eigentich nur "wenn ich auf einem RISC OS-Rechner bin, ohne größeren Aufwand die EMails checken". Wäre sicher einfacher, das einfach mit einem Mobiltelefon oder einem Tablet zu erschlagen, aber einfach ist langweilig :-)
hubersn, 24. 08. 2018, 14:28 Link
Ja, Eclipso Freemail. Tut unter RISC OS per !MessengerPro und !Hermes einwandfrei. Aber unter Adroid kriege ich das nicht gebacken. Passwörter und Benutzerkonten werden immer als falsch abgetan (so Gmail, K9 und diverse andere).

Ich hatte ca. 2002 mit E-Mails unter RISC OS angefangen. Per Messenger (das Freeware ist) und !POPStar. Einfach zu konfigurieren war das damals schon nicht. Bis ich alles verstanden hatte. Zumal dann auch noch das Problem mit dem Internetzugang war. Ich hatte mir später extra das PPP-Modul von einem Italiener besorgt (das in der Freeware-Version nach ca. 15 Minuten die Verbindung kappte). Es wäre sicherlich viel einfacher gewesen, auf Windows XT oder irgend so einen Krampf umzusteigen. Aber das wollte ich nicht.

!TapirMail hatte ich mir später besorgt, weil das in der Tat viel einfacher zu konfigurieren ist (und immer tat). Heute verwende ich es hauptsächlich noch dafür, um die E-Mails auf dem Server durchzusehen und gegebenfalls zu löschen, bevor ich den Rest runterziehe. Kann übrigens auch !Hermes. Wie das auf einem anderen System geht, weiß ich noch immer nicht. Dort ziehen die Reader einfach immer alle Nachrichten runter, ohne einen zu fragen.

!NetFetch habe ich nie verwendet. Sondern immer nur !MessengerPro (das schon wesentlich besser als das reine !Messenger ist) in Verbindung mit !POP, !POPStar oder später auch !Hermes. Tat bisher eigentlich immer klaglos. !Hermes oder !POPStar sind nicht wirklich schwierig zu konfigurieren. Aber !POPStar kann kein TLS / SSL.

Die wenigen Mängel, die ich kenne, sind:

MessengerPro baut Scheiße bei den Kodierungen. Diese entsprechen nicht den geläufigen Standards. (Andrew hatte mich gefragt, ob ich bezüglich diesem Punkt nicht mitarbeiten möchte, aber soweit ist es noch nicht gekommen...)

E-Mails werden immer an den 'Default'-SMTP-Server geschickt, egal von welchem Konto aus sie erstellt wurden. Nun ist es aber so, dass heutzutage E-Mails in der Regel abgewiesen werden, wenn sie eine andere Domain aufweisen. Ich erstelle also eine E-Mail (...eclipso.at) unter meinem Eclipso-Konto. Diese wird dann aber z. B. Dank den Grundeinstellungen an smpt.chiemgau-net.de geschickt. Dieser weist die E-Mail jetzt natürlich zurück.

Ich würde E-Mails gerne per Drag & Drop zwischen den verschiedenen Fenstern von !MessengerPro verschieben. Das geht aber bisher leider noch immer nur über das POP-Up-Menü.

Insbesondere schätze ich es sehr, dass die E-Mails und News, welche ich verfasse, nicht sofort abgeschickt werden. Sondern erst quasi in einer Art Warteschlange abgelegt werden. Ich kann die E-Mails und News dann später in einem Rutsch mittels !Hermes oder einem anderen Programm rausblasen. Das so zu machen geht zwar z. B. under Thunderbird auch. Ist aber etwas umständlicher.

Direkt online arbeiten will ich nicht wirklich. Die E-Mails werden bei mir immer zeitnah auf dem Server gelöscht und danach die Verbindung wieder gekappt.

Ich würde dir empfehlen, nicht NetFetch zu verwenden. Sondern !Hermes (das ja in NetFetch enthalten ist) aus !NetFetch.Apps herauszunehmen, seperat irgendwo abzulegen und nur dieses zu verwenden (ohne NetFetch). Wenn du !Hermes von Hand startest (ohne !NetFetch), müsste das !Hermes-Symbol auf der Symbolleiste erscheinen. Die Konfiguration (Menü Symbolleiste, Eintrag Mail accounts...) spricht eigentlich für sich. Bei !Messenger musst du dann nur noch unter Site Details -> Transport options Hermes für den Transport auswählen. So kompliziert finde ich das nicht. Man muss nur verstehen, dass !Messenger nichts verschickt und abholt. Sondern das !Hermes übernimmt.
Isip ay Sustansya, 25. 08. 2018, 13:06 Link
Eclipso-Mail und Android: ich habe mir tatsächlich die Mühe gemacht, unter Android 4.4 (mein altes Tablet) und Android 6 (mein Blackberry) mit verschiedensten Mailclients den extra eingerichteten Eclipso-Freemail-Account anzubinden. Tut super, sowohl mit dem Blackberry-Mailclient als auch Boxer, MailDroid, K-9, Outlook, SolMail, Newton und AquaMail (und ja, es ist traurig, dass ich die alle schon früher mal getestet habe auf der Suche nach einem vernünftigen Client).

Ich verstehe also Dein Problem (mal wieder) nicht. Vielleicht ist nur die Android-Version des Gemini kaputt, ich weiß ehrlich gesagt nicht ob alle Mailclients die Android-Basisdienste verwenden oder ob da jeder Client seinen eigenen Code mitbringt.
hubersn, 25. 08. 2018, 15:18 Link
Vielen Dank für deine Mühe, Steffen! Das weiß ich sehr zu schätzen.

Ich habe es eben nochmals probiert. Aber es funktioniert hier tatsächlich nicht. Die Programme sagen immer, dass Benutzername oder Passwort falsch sind. Per Webmail oder dem Programm von Eclipso dagegen geht es. Woran es genau liegt, das weiß ich nicht. Aber wenn's bei dir funktioniert, scheint es nicht allgemein an Android zu liegen. Dann ist wohl irgend was anderes faul. Aber sowas sollte eigentlich nicht sein.
Isip ay Sustansya, 25. 08. 2018, 16:54 Link
Du verwendest aber schon explizit POP3 unter Android? Oft wird da ja automatisch IMAP vorausgesetzt beim Einrichten von Mail-Accounts, und IMAP(S) wird nicht von Eclipso in der Freemail-Variante unterstützt.

Ich habe immer POP3S ohne StartTLS (sonern direkt mit Port 995 verwendet bei der Einrichtung.
hubersn, 25. 08. 2018, 17:04 Link
Habt ihr schonmal überlegt, daß evtl. die Einwahldaten schlicht nicht stimmen - z.B. weil der Provider vielleicht auf einen neuen Mailserver mit anderer Adresse gewechselt ist ?
naitsabes, 25. 08. 2018, 21:14 Link
Ich hab' das nicht überlegt, weil es bei mir ja prächtig funktioniert. Und zwar genau nach Anleitung. Was ja eher selten ist :-)
hubersn, 25. 08. 2018, 22:13 Link
Ich verwende _exakt_ die gleichen Einwahldaten in Thunderbird (Windows), !Hermes (RISC OS) und dann halt in diversen Programmen unter Android. Nur: Unter Android geht's noch immer nicht (letzter Versuch war gestern). Das ist es ja, was mich irritiert. Und ich denke nicht, dass ich jetzt so inkompetent bin, dass ich nicht weiß, was ich tue. Irgendwas fackelt da, aber ich weiß nicht was.

Kann schon gut sein, dass irgendwas nur auf dem Gemini nicht stimmt. Vielleicht hat das mit der Portierung von Android zu tun. Heutzutage ist es halt nun mal leider so, dass vieles einfach keine Qualität mehr hat (jobben statt arbeiten - da geht es in erster Linie nur noch um maximalen Gewinn bei möglichst wenig Tätigkeit). Ich kenne jemanden, der hat eine Universitätsausbildung in Informatik gemacht und sollte eigentlich Programmierer sein. Er arbeitet allerdings als EDV-Administrator. Weil er keinen Bock auf dieses Zeugs hat, was man da heutzutage als Programmierer machen muss. Qualität kannste eh vergessen seiner Aussage nach. Da wird nur noch möglichst schnell irgendwas zusammengestrickt.

Von der Arbeit her weiß ich nur, dass weder Windows 10 noch Solid Works 2017 ordentlich funktionieren. Ein Windows-10-Update hatte diverse Rechner zerschossen, so dass auf jedem Rechner ein früherer Zeitpunkt wiederhergestellt werden musste. Das war nicht gerade lustig für die EDVler. Unter Solid Works (CAD) ist die Bedienung nicht einheitlich und ziemlich kompliziert. Die Software stürzt relativ häufig ab. Und dann treten immer wieder ganz merkwürde Fehler auf, wie dass Menüeinträge fehlen und man das Menü etliche Male wieder schließen und öffnen muss bis der entsprechende Eintrag erscheint. Aber scheinbar ist das die heutige Zeit. Dass man so arbeiten muss.

Unter Android funktioniert hier bei mir scheinbar noch mehr nicht; wie: Ich kann von den meisten Programmen aus keine USB-Sticks lesen oder beschreiben. Nachdem ich den Total Commander installiert hatte, funktionierte das automatische Laden von Dateien in entsprechende Programme nicht mehr. Ich kann es aber nicht vergleichen, weil ich zuvor noch nie irgendwas mit Android zu tun gehabt hatte.

Das ist schade, weil mir die kleine Tastatur eigentlich ganz gut gefällt. Und dann scheitert es an der Software. Planet Computers hätte wohl besser daran getan, ein eigenes, durchdachtes OS mit eigener Oberfläche zu schreiben, das exakt auf den Gemini abgestimmt ist. Statt wieder irgendwas zu portieren, das nicht für das Gerät gemacht ist. Vielleicht sind dabei irgendwelche blöden Fehler passiert.

Unter RISC OS hatte ich ja auch schon genug Ärger. So ist das nicht. Insbesondere mit z. B. Modul-Konflikten. Irgendwelche Programme lassen sich nicht starten, weil das entsprechende Modul nicht vorhanden oder veraltet ist. Oder ein Programm ein neueres voraussetzt, ein anderes aber nur mit dem alten funktioniert. Das !Boot hatte ich mir auch schon öfter zerschossen. Dann natürlich die vielen Kompatibilitätsprobleme durch die Vernetzung nach außen heutzutage. Auf dem RPI gibt es immer wieder 'mal Probleme mit der zuletzt gedrückten Tastatur (zuletzt gedrückte Taste wiederholt sich plötzlich unendlich mal). Und solche Sachen.

Aber. Und das habe ich jetzt wieder einmal gelernt. Wenn man sich ein neues oder anderes System anschafft, kann man genauso ziemlichen Ärger haben. Mich stört z. B. die viele Werbung, die man sich heutzutage am Computer ins Haus holt (Android ist ja anscheinend verseucht damit).
Insofern schneidet RISC OS dann doch gar nicht mal so schlecht ab. Man kann damit doch noch etliches mit einer Bediengeschwindigkeit machen, die man so auf einem anderen System vielleicht gar nicht erreichen würde. Wegen dem Filer und so. Die Bedienung ist relativ durchdacht, einheitlich, transparent und übersichtlich. Wie eigentlich fast das gesamte System.
Isip ay Sustansya, 26. 08. 2018, 05:16 Link
Ich wollte hier keinem irgendwas unterstellen, mir war nur aufgefallen, daß bei chiemgau-net.de schonmal zwei unterschiedliche Web-Mailserver angegeben werden, ein alter und ein neuer. Und wenn es so partout am Anmelden scheitert, würde ich eher mal an der Ecke suchen. Kann ja auch an der Art der Paßwortübertragung o.ä. liegen, da gibt es ja auch mindestens 3-4 Standards und wenn die da jetzt eine besonders unübliche benutzt haben, passiert halt nix (der Thunderbird sucht sich da ja automatisch die richtige raus, aber ob das so ein AndroidenTool auch macht ?).

Modulverwaltung in RISC OS - da stimme ich zu, das hat manchmal häßliche Nebeneffekte, und es gibt eigentlich außer Kopieren-in-Ordner keine richtige Verwaltung. Trotzdem funktioniert es in aller Regel ja ausgesprochen zuverlässig.
naitsabes, 26. 08. 2018, 11:10 Link
Es macht wohl keinen Sinn, hier weiterhin über mein Problem mit dem Gemini zu diskutieren. Ich weiß nur, dass es ned geht. Ich werde mich da wohl an ein Gemini-Forum wenden müssen. Leider fand ich bisher keine Usenet-Gruppe dazu.

Ich habe mich auch nach anderen Alternativen umgesehen, aber es gibt keine. Die kleinsten Geräte, die ich sonst so fand wiegen eigentlich alle über 1 kg (wie mein Asus Eee PC). Die kann ich nicht mitnehmen. Ansonsten läuft das wieder darauf hinaus, dass ich ein Notizbuch mitnehme, unterwegs täglich stenografiere und den Bericht erst später wieder zuhause unter RISC OS erstelle. Wie das andere (wie Peter Smolka) unterwegs anstellen, würde mich schon interessieren...
Isip ay Sustansya, 26. 08. 2018, 12:47 Link
"Meine persönliche Anforderung ist eigentich nur, wenn ich auf einem RISC OS-Rechner bin, ohne größeren Aufwand die EMails checken."

Ja, so etwas wünschte ich mir auch. Ich hoffe also, dass deine Motivation anhält :-)
HöMi, 27. 08. 2018, 13:23 Link
Tja, die kleinen Ärgernisse des Alltags.
( Wobei eMail checken schon wirklich "einfach so" gehen sollte. )

Vielleicht tröstet es da ein wenig, wenn man hört, daß die alte Acorn Plattform in Form der ARMs jetzt gerade in den Olymp der Computerei vordringt (!click). Fujitsu will für die neue große japanische Maschine ARMs mit speziellen Vektoreinheiten benutzen. Die Vorgängermaschine war eine SPARC Maschine. Das ist doch mal was !

OK, es nützt jetzt niemandem so direkt was, zugegeben. :)
naitsabes, 28. 08. 2018, 21:24 Link
Als Info: Leider ist Carlos Ende Juli verstorben.
Nym, 28. 08. 2018, 21:57 Link
Ich hoffe, das ist kein schlechter Scherz. Das schockiert mich jetzt aber wirklich sehr. Wir posten hier seit einem Monat fröhlich weiter und ahnen nichts davon?

Mein tief empfundenes Beileid!
Patric, 28. 08. 2018, 22:32 Link
Leider nicht: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2163005967046124
Nym, 28. 08. 2018, 22:33 Link
Habe auch gerade die Traueranzeige gefunden.

Gute Reise cms!
:-(
Patric, 28. 08. 2018, 22:35 Link
Mein Beileid an die Familie. Carlos hinterlässt eine riesige Lücke.
Holger Palmroth, 28. 08. 2018, 23:51 Link
Ich habe einen kurzen Text auf forum.acorn.de hinterlassen, dass ich hier nochmal teilen möchte:

Wie erst jetzt auf Arcsite.de bekannt wurde ist Carlos Michael Santillán, Betreiber von arcsite.de, eine Säule unsere kleiner RISC OS-Gemeide und allgemein ein toller Mensch, Ende Juli verstorben.

Ich möchte hier, auch wenn sie es kaum lesen werden, seiner Familie mein tiefes Beileid aussprechen. Egal wie groß die Lücke sein wird, die sein Tod in unsere Ecke der Computerwelt reißt, die Lücke in seiner Familie wird größer und vor allem schmerzhafter sein.

Danke Carlos, für deine Energie und Enthusiasmus. Falls es ein Danach gibt, wünsche ich dir dort das Allerbeste.
Holger Palmroth, 29. 08. 2018, 00:08 Link
Da kann ich mich nur vollumfänglich anschließen !
Auch von hier aus mein Beileid und daß die nun vorhandene Lücke zumindest immer mit guten Erinnerungen gefüllt bleiben möge. Und natürlich, auch wenn es ja nun vielleicht nicht mehr gelesen wird, ein großes Dankeschön für die viele Zeit und den Aufwand, der hier im Hobbybereich zu einer so schönen und informativen virtuellen "Site" geführt hat. Danke CMS !
naitsabes, 29. 08. 2018, 02:07 Link
Dieser Kommentar wartet auf Freigabe
29. 08. 2018, 09:01
Das ist eine sehr traurige Nachricht. Mein Beileid an die Familie!
Artchi, 29. 08. 2018, 09:50 Link
In der Tat sehr traurig. Mein Beileid an die Familie und alle, die Ihn kannten. Wir sind uns nie persönlich begegnet, und trotzdem fühlte ich mich mit Ihm sehr verbunden durch seine unermüdliche Arbeit rund um ArcSite.de und die RISC OS-Community.

All the best, wherever you are!
hubersn, 29. 08. 2018, 16:26 Link
Hallo,

als regelmäßiger Leser der Arcsite trifft mich diese Nachricht auch sehr. Wo Carlos gegangen ist fehlt jetzt etwas... auch von mir Danke!
Ansonsten schließe ich mich meinen Vorrednern an und spreche der Familie mein Beileid aus.

Jürgen


PS: wäre es eventuell sinnvoll diese Meldung auch unter c.s.a. zu posten? Soweit ich weiß lesen hier auch einige englischsprachige Nutzer mit.
Bingoin, 29. 08. 2018, 19:10 Link
Mein Kommentar von vorhin wartet auf Freigabe... warum auch immer.

Die Nachricht hat mich ziemlich geschockt. Knabbere ich schon den ganzen Tag dran. Ist ja noch nicht soo lange her, daß wir uns in Köln getroffen haben...

Mein tief empfundenes Beileid.
Raik, 29. 08. 2018, 23:31 Link
Ich bin noch immer geschockt.
Carlos habe ich einmal vor vielen Jahren getroffen.

Er hat mit der ArcSite sehr viel für unsere kleine RISC OS Gemeinde gemacht.

Mein aufrichtigstes Beileid an die Familie und alle die ihn näher kannten.
Mir fehlen die Worte.
Matthias Faust, 30. 08. 2018, 22:33 Link
Das Leben ist deshalb so wertvoll, weil es sich nicht wiederholen lässt.

Die Größe zeigt sich darin, was man für andere tut, wenn man selbst nichts davon hat.
Isip ay Sustansya, 01. 09. 2018, 02:53 Link
Oh je, oh je... er hinterläßt uns sehr viel - also eigentlich ist Carlos ein Grund zur Freude - doch leider ist er, wie jeder von uns, nicht ersetzbar und so schmerzt es halt doch. Danke für die vielen Jahre Deiner ArcSite-Kontinuitä́t.
Markus Huber, 01. 09. 2018, 14:19 Link
Ich war in letzter Zeit nicht mehr so oft hier, aber kenne Carlos schon seit Jahrzehnten
Er war immer einfach ein sehr sehr angenehmer Zeitgenosse, wenn auch kritisch hinterfragend.
Ich erinnere mich mit Wehmut speziell an ein Archie-Treffen was wir mal bei Ihm Zuhause hatten.
Da waren Andreas B. und Axel v.A. auch dabei.

Lieber Carlos, Vielen Dank für die Zeit die wir mit Dir verbringen durften.

Ruhe in Frieden

Uwe
Uwe Kall, 01. 09. 2018, 18:34 Link
Natürlich möchte auch ich mich den Beileidsbekundungen hier anschließen (ich erfuhr erst gestern von Carlos Tod). Ich erinnere mich immer wieder gerne an die Zeit, als Carlos, ich und viele andere (in den Hochzeiten waren es über 60 Leute) regelmäßig zur Arche nach Essen eingeladen bzw. das Archimedes/RISC OS-Geschehen sehr intensiv verfolgt haben – lang ist 's her. Eine sehr schöne Zeit. Und Carlos gebührt sicherlich großer Respekt, dass er über all die Jahre mit der Arcsite ein Stück Zusammenhalt aufrecht erhalten hat. Ja, Carlos hinterlässt eine spürbare Lücke in unseren Reihen.
Nach kurzen Recherchen habe ich eben Kontakt zu seiner Frau aufgenommen und auch ihr mein herzlichstes Beileid ausgesprochen. Dabei erfuhr ich, dass der Abschied von Carlos für die Familie völlig unerwartet kam. Er war weder krank, noch hatte er irgendein Leiden. Er stand eines Morgens auf, ging zur Toilette und fiel um. Und das, obwohl er die 60 noch nicht erreicht hatte. In meinem Bekanntenkreis nun der zweite Fall eines plötzlichen Herztodes – sehr merkwürdig.
Was die Computerinfrastruktur anbelangt, so hat sich die Familie zwar schon mal Gedanken gemacht, aber das alles zieht sich sicherlich noch etwas hin. Von der arcsite.de-Seite hat Carlos Frau bisher nur mal etwas am Rande gehört. Ich habe ihr meine Adresse/Tel.Nr. gegeben, so dass man das Thema, wie es mit der arcsite.de-Seite weiter geht, nochmal genauer besprechen kann. Ich fände es schön, wenn man die Seite als Ganzes entweder fortführen könnte (hier wird sich vermutlich aber keiner finden, der das übernehmen möchte) oder zumindest als ein Stück RISC OS-Geschichte irgendwo dauerhaft ablegen könnte. Aber wie heißt es so schön "Kommt Zeit, kommt Rat!"
In diesem Sinne sind meine Gedanken in diesen Tagen bei Carlos – möge er in Frieden ruhen.
Liebe Grüße in die Runde
HöMi
HöMi, 04. 09. 2018, 10:00 Link
Ja, das wäre auf jeden Fall schön, wenn zumindest erstmal der "Datensatz" irgendwie gesichert wird.
Per Hand ist das quasi unmöglich zumal es dann auch noch so Links auf wichtige und interessante intern abgelegte Zusatzinfos, wie z.B. Bilder von irgendwelchen britischen Shows und ExtraTools, gibt, die aber so gut im Text versteckt sind, daß man quasi jeden Link noch überprüfen müßte, um das vollständig zu bekommen.

Immerhin ist das ja auch, vielleicht noch nicht jetzt, auch "historisch" recht interessant, weil die Arcsite ja eigentlich die einzige wirklich kontinuierlich geführte Online Nachrichtenseite auf Deutsch in dem Bereich war, und zwar genau über den Bereich der turbulentesten Zeit der bisherigen RISC OS Geschichte. Zudem inkl. Wertungen und Bewertungen, die sich manchmal deutlich anders lesen, als die britischen Pendants ala drobe und iconbar.
naitsabes, 12. 09. 2018, 12:25 Link
Es gibt mal wieder ein neues Gerät.
Diesmal kein ganz mini-kleines, dafür eines in bewährtem alien-frog-neon-racing-Green. Ein Update für den PiTop (click!) mit größerem Bildschirm bei 1920x1080, dem neuen Keyboard mit mehr Platz und einem RPi 3B+, also maximaler möglicher Rechenpower.

Das Ganze ist auch in Einzelteilen zu bekommen, etwa für Leute, die einen RPi selbst besorgen möchten oder als FullHardwareUpgrade für einen vorhanden PiTop.
naitsabes, 17. 09. 2018, 13:17 Link
Hier mal ein Link, der zeigt, daß die grundlegende Idee des Omega eigentlich schon ganz cool war. Speedup per programmierbarer Hardware, hier aber von Intel und in ziemlich neu.


@HöMi Und, hat sich was ergeben ?
naitsabes, 27. 09. 2018, 14:47 Link
Roughly 30 years after its birth at UK's Acorn Computers, RISC OS 5 is going open source (click!)

Es tut sich was in UK ...
nachdem neulich schonmal angekündigt worden ist, daß man an eine "Re-Unification" denkt und über alten Zwist hinwegsehen will.
naitsabes, 24. 10. 2018, 00:02 Link
Man denkt über ein Listentreffen nach (Link). Also nicht virtuel, sondern real. Dass man sich 'mal alle trifft.
Isip ay Sustansya, 04. 11. 2018, 03:18 Link
Kann ich hier eigentlich was posten?
Rik, 12. 11. 2018, 05:06 Link
Kann ich hier was posten?
Raik, 12. 11. 2018, 05:08 Link

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