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Firefox sucht Unterstützung *

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Peter Naulls, nicht nur bekannt durch seine Unixportierungen, hat mitgeteilt, daß seine Portierung des Webbrowsers Firefox gut Fortschritte gemacht hat und die Arbeit daran längst noch nicht abgeschlossen ist. Er ruft alle auf, sich an der weiteren Portierung zu beteiligen. Dabei hoft Peter nicht nur auf Hilfe von Programmierer, sondern auch auf finanzielle Hilfe. Er hat bislang recht viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt und abgesehen von den hilfreichen Unix Porting Project keine finanzielle Unterstützung bekommen. Er denkt an 25 oder 50 £ (ca. 36 bzw. 72 Euro). Diese Unterstützung bedeutet auch Mitgliedschaft im Unix Porting Project und den Erhalt von Betaversionen. Des weiteren hat Peter Kaffe, die freie Virtuelle Maschine für Java, dessen Portierung größtenteils fertiggestellt ist, die Textverarbeitung AbiWord und die Tabellenkalkulation Gnumeric in Aussicht gestellt.

Details kann man über Drobe oder hier lesen.

Update: Inzwischen gibt es von Peter Naulls weitere Informationen zu seiner Firefox-Portierung.

cms, 11. 03. 2005, 21:52 Uhr <   >
Kleiner Vertipper... ;-)

...Java, dessen Portierung *größtenteils* fertiggestellt...

Grüße

Lars
Lars, 11. 03. 2005, 23:21 Link
Dann bleibt noch die Frage nach der Geschwindigkeit. Ich weiß nicht, auf welche Systemressourcen Firefox zurückgreift. Aber Mozilla lief selbst auf der PC-Karte recht anständig. Wie es allerdings mit Firefox ist, weiß ich nicht.

Grüße

Lars
Lars, 11. 03. 2005, 23:25 Link
Danke und korrigiert

Firefox wird sicher auf ChoX11 aufsetzen. Dazu hat Peter mal einen Artikel bei Drobe veröffentlicht (klick). Diese Herangehensweise macht durchaus Sinn, auch wenn ein nativer Port vermutlich einen schnelleren und besser in RISC OS integrierten Browser bringen würde. Dann wäre der Portierungsaufwand bei Firefox aber noch weit höher als er jetzt schon ist. Beim Iyonix pc wird Firefox hoffentlich erträglich schnell sein. Beim Risc PC mache ich mir da keine Hoffnung, bin aber für Überraschungen bereit. :-) Zusätzlich kann man auch nicht ewig auf den nun 10 Jahre alten Risc PC Rücksicht nehmen.
cms, 12. 03. 2005, 07:30 Link
Ich habe mal eben Dillo (klick) heruntergeladen und muß sagen, daß der Browser recht schnell ist. Aber der kann natürlich längst nicht so viel wie Firefox. Evtl. wird Firefox doch schneller sein als befürchtet.
cms, 12. 03. 2005, 09:55 Link
Schnell, aber nicht sonderlich stabil. Formulare mag Dillo wohl überhaupt nicht.
cms, 12. 03. 2005, 10:00 Link
Eine gewisse Zeit sollte der RiscPC schon noch Unterstützung finden, da es schlicht sehr viele davon gibt. Der RiscPC ist IMHO nach wie vor der verbreiteste RISC OS-Rechner. Und es kommt scheinbar darauf an, wie der Browser gestrickt ist - Oregano 2 ist auf einem nativen RiscPC (also ohne ViewFiner) schneller als auf dem Iyonix. Oregano 2 kommt mit Grafikkarten garnicht zurecht, da er auch mit der ViewFinder sehr langsam wird.

Grüße

Lars
Lars, 12. 03. 2005, 11:14 Link
Mag sein, daß der rpc der meist genutzte Rechner ist. Ich selbst sitze auch gerade davor. Aber man muß auch mal sehen weiterzukommen. Man muß ja nicht mutwillig die rpc Nutzung ausschliessen, aber auch nicht unbedingt auf den rpc harren. Wenn es auf dem ipc zu einen Mehrwert führt, aber der rpc alt aussieht, würde ich zum Mehrwert greifen. Ich hab überhaupt keinen Iyonix pc. Aber vieleicht zwingt so etwas nicht nur mich zum Umstieg. Bei mir wird aber einen Neuanschaffung wohl bald notwendig, da wie es aussieht mein rpc eh nicht mehr lange macht. Und wer weiß und bis Firefox kommt gibt es vielleicht ja Alternativen zum ipc.
cms, 13. 03. 2005, 10:11 Link
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem ein Umstieg auf einen neuen Rechner nötig wird. Mein RiscPC ging auch in die Binsen. Der Iyonix kostet halt einen Batzen Kohle, den nicht jeder aufbringen kann oder nicht aufbringen will. Der hohe Einstandspreis, der wohl aus den geringen Stückzahlen herrührt, ist sicherlich ein deftiger Hemmschuh für den Iyonix. Gleiches gilt analog für den Omega.

Ich würde zwar nicht auf Biegen und Brechen versuchen, daß mein Programm auf dem RiscPC ausreichend schnell läuft. Ich würde es aber zumindest nicht ganz außer Acht lassen.

Ob es noch andere RISC OS-Hardware erscheint, möchte ch bezweifeln. Allerdings mit der klitzekleinen Hoffnung, daß ich mich in diesem Punkt irre ;-)

Grüße

Lars
Lars, 13. 03. 2005, 11:25 Link
Allgemein:

Hier ist es so, daß momentan für RISC OS zwei Browser entwickelt werden - NetSurf und Firefox. Warum tut man sich nicht mal zusammen und baut einen wirklich rundherum ausgestatteten Browser? Jetzt kommt Oregao3 ins Gespräch, das wäre der dritte Browser.

IMHO ist NetSurf die beste Grundlage, die es auch wirklich wert ist, auszubauen. NetSurf ist ein "richtiges" RISC OS-Programm und daher dürfte NetSurf auch der schnellste Browser sein und mit JavaScript auch bleiben.

Grüße

Lars
Lars, 13. 03. 2005, 12:39 Link
Der a4home, von dem ein paar Mal bei Drobe die Rede war, wäre ein nicht all zu großer Schritt vom a4 aus. RISCOS Ltd. wollen doch eh ein Desktop RISC OS alias Select32 bzw. Adjust32 entwickeln. Auch ein Laptop ist nun einfacher zu bewerkstelligen. RISC OS ist nicht mehr der Hemmschuh, wie es noch beim Imago oder dem Portable der Fall war. Sicher wird man so oder so einiges für die Hardware anpassen müssen, aber die Hürde ist niedriger geworden und das gilt für RISC OS 4 und 5. Sicher wird keine von den beiden in die "Leistungsklasse" des Iyonix pc stossen, aber falls ein a4home kommen sollte wird dieser deutlich billiger werden. Aber wie es dann kommt muß man abwarten.

Firefox für RISC OS hat seine Wurzeln bei Unix. Peters Port wird auch so weit wie möglich den orginalen Quellkode unverändert lassen. Eine guter Teil der Arbeit besteht aus dem Portieren der Libraries und vermutlich benutzt Firefox eine große Anzahl davon. Zu dem bettet er Firefox in seinen ChoX11 ein um Firefox X-Windows vorzugaukeln. Ein einfaches Zusammenwerfen der Quellkode wird leider nicht möglich sein.

Ja, NetSurf bietet die bessere Grundlage unter RISC OS, aber um an Firefox ranzukommen liegt noch ein weiter Weg bevor. Evtl. kann man auch Teile wie z. B. JavaScript aus Firefox oder auch Konqurer entnehmen. Aber dann haben wir immer noch kein Flash 7, kein RealPlayer usw.
cms, 13. 03. 2005, 14:04 Link
Man hat sich in der Browser-Entwicklung doch längst zusammengetan, jedenfalls was NetSurf und eine Firefox-Portierung angeht. Ohne GCC, ohne UnixLib, ohne Peters UPP kein NetSurf. NetSurf nutzt Unmengen an Libs aus der Unix-Ecke, die ohne die Fortschritte aus der GCC- und UnixLib-Entwicklung schlicht nicht portierbar gewesen wären.

Oregano sehe ich als Sonderfall. Oregan wird Oregano (oder "TV Interactor", wie er anderswo heisst) sowieso weiterentwickeln, weil sie eine sehr lukrative Nische gefunden haben. Die Tatsache, dass von diesem Tisch immer mal wieder ein paar Brosamen für RISC OS abfallen, ist hauptsächlich Castle zu verdanken und natürlich den RISC OS-Wurzeln von Oregan und den dort tätigen Entwicklern.

Als klassisches kommerzielles ClosedSource-Produkt ist eine Zusammenarbeit mit irgendwelchen externen Entwicklern praktisch undenkbar, deshalb wird man sich da auch niemals zusammentun können - es widerspräche schlicht dem Geschäftsmodell von Oregan. So realistisch muss man schon sein.

Wenn uns die Geschichte der RISC OS-Browser jemals etwas gelehrt hat, dann dass nur OpenSource-Browser Zukunft haben. Und mit NetSurf (klein, schmal, schnell, RISC OS-optimiert) und potenziell Firefox (groß, umfassend, kompatibel) haben wir zwei aussichtsreiche Kandidaten, die eine sehr viel größere Menge an Webseiten dem RISC OS-User zugänglich machen werden.

Zwei Dinge sollte man bei Firefox niemals aus den Augen lassen. Erstens kommt die Arbeit an einer Portierung auch vielen anderen Programmen zugute - man denke nur an die tausende von X11-Programmen, die mit einer vollständigen ChoX11-Portierung möglich werden. Und zweitens bedeutet ein lauffähiger Firefox auch, dass man in der Lage ist, rund um die Gecko-Engine Schritt für Schritt einen RISC OS-optimierten Browser zu bauen.

Steffen
Steffen Huber, 14. 03. 2005, 23:04 Link
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